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24.01.2008

15:07 Uhr

Fußball EM

Viele Fragezeichen vor Österreich-Länderspiel

Nationaltrainer Joachim Löw gerät eine Woche vor der Bekanntgabe des DFB-Aufgebots für das Spiel gegen Österreich in Personalnot. Neben Torsten Frings werden ihm weitere Spieler für das Testspiel fehlen.

Die Personaldecke der deutschen Nationalmannschaft ist rund eine Woche vor der Bekanntgabe des Kaders für das Testspiel gegen EM-Gastgeber Österreich am 6. Februar in Wien sehr dünn geworden. Neben dem schmerzhaften Ausfall des zentralen Mittelfeldspielers Torsten Frings (Innenbandriss) ist ein Großteil der Nationalspieler entweder verletzt, in der Reha oder in ihren Vereinen nur Ersatz.

"In der Tat wissen wir derzeit nicht so richtig, wie der allgemeine Stand ist. Es gibt im Moment eine ganze Reihe von Fragezeichen", sagte Bundestrainer Joachim Löw, der derzeit mit Assistent Hans-Dieter Flick, Torwarttrainer Andreas Köpke, Chefscout Urs Siegenthaler und Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff zur dreitägigen EM-Klausur in der Nähe von München weilt, dem Fachblatt kicker.

Elf Spieler verletzt oder im Aufbau-Training

Neben Frings befinden sich derzeit der Bremer Clemens Fritz, der Stuttgarter Serdar Tasci und der Schalker Christian Pander nach Verletzungen im Aufbautraining. Innenverteidiger Christoph Metzelder (Real Madrid), der Münchner Marcell Jansen, Kevin Kuranyi von Schalke 04, Mario Gomez vom Meister VfB Stuttgart sowie Arne Friedrich (Hertha BSC Berlin), Manuel Friedrich und Bernd Schneider (beide Bayer Leverkusen) sind erst kürzlich wieder fit geworden.

Bis zur Kader-Bekanntgabe Ende nächster Woche will Löw noch einige Gespräche mit seinen "Patienten" führen. "Ich werde den Spielern sagen, dass sie ihren Rückstand aufholen und versuchen müssen, mehr zu arbeiten. Die nächsten drei Monate sind extrem wichtig für alle", meinte der 47-Jährige.

Klub-Reservisten stehen im Fokus

Unter besonderer Beobachtung stehen insbesondere die Spieler, denen in ihren Vereinen auch in der anstehenden Rückrunde die Rolle des Ersatzspielers droht. Neben Edelreservist Jens Lehmann von Premier-League-Klub FC Arsenal betrifft das vor allem den Bremer Tim Borowski, David Odonkor von Betis Sevilla sowie die Münchner Jan Schlaudraff, Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski. Allerdings scheint sich "Prinz Poldi" keine Sorgen über seine Nominierung für die Euro 2008 machen zu müssen.

"Unser grundsätzliches Vertrauen in Lukas ist vorhanden", betonte Löw und versicherte Podolski in einem persönlichen Gespräch, "dass wir ihn stützen, auch wenn er bei Bayern München nicht spielt". Deshalb hatte Löw seinem Schützling auch von einem Wechsel zu Manchester City in die Premier League abgeraten: "Als junger Spieler zum jetzigen Zeitpunkt zu einem funktionierenden Verein in eine andere Liga zu gehen - das ist sehr fragwürdig."

© SID

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