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10.01.2011

13:19 Uhr

Fußball England

In Liverpool auch nach Dalglish-Debüt keine Ruhe

Auch nach dem Debüt des neuen Teammanagers Kenny Dalglish ist beim FC Liverpool keine Ruhe eingekehrt. Nach dem Aus im Pokal sorgte vor allem Ryan Babel für Negativschlagzeilen.

Messias mit Anlaufschwierigkeiten: Liverpools Teammanager Kenny Dalglish. Foto: SID Images/pixathlon SID

Messias mit Anlaufschwierigkeiten: Liverpools Teammanager Kenny Dalglish. Foto: SID Images/pixathlon

Gerüchte um Steven Gerrard, Ermittlungen gegen Ryan Babel und das umstrittene Aus im Pokal gegen Manchester United: Beim englischen Rekordmeister FC Liverpool ist auch nach dem Debüt von Teammanager und Hoffnungsträger Kenny Dalglish keine Ruhe eingekehrt.

"In der Tat, ich habe einige Zeit gebraucht, um meine Spieler zu identifizieren", sagte Liverpool-Idol Dalglish nach seiner kurzfristige Amtsübernahme. Erst wenige Stunden vor dem 0:1 (0:1) im FA-Cup bei Manunited war der 59-Jährige von einer Kreuzfahrt zurückgekehrt, während der er einen Tag zuvor seine Rückkehr zum Traditionsklub perfekt gemacht hatte. "Ich hatte leider keine Zeit, die Spieler auf das Match vorzubereiten."

Messias nach 31 Sekunden besiegt

Von den Fans wurde die Klub-Ikone allerdings bereits als "Messias" gefeiert. Immerhin war er an acht der 18 Liverpooler Meistertitel direkt beteiligt. Fünfmal als Spieler, dreimal als Spielertrainer und Teammanager.

Doch in dem traditionsreichen Duell der beiden Rekordmeister dauerte es gerade einmal 31 Sekunden, bis Dalglish den ersten Rückschlag hinnehmen musste. Nach einem Foul von Daniel Agger am Ex-Leverkusener Dimitar Berbatov verwandelte Ryan Giggs den fälligen Elfmeter zum entscheidenden Tor. Zu allem Überfluss sah Kapitän Steven Gerrard nach einem rüden Foul an Michael Carrick nach 32 Minuten die Rote Karte und besiegelte das Pokal-Aus der in der Liga auf Platz zwölf abgerutschten Liverpooler.

Babel twittert, Gerrard könnte gehen

Für Gesprächsstoff sorgte allerdings auch Ryan Babel. Nach dem Elfmeter und der Roten Karte kritisierte der Stürmer Schiedsrichter Howard Webb via Twitter. Er veröffentlichte ein manipuliertes Foto des Referees, das Webb in einem Manchester Trikot zeigte. Wenig später nahm er den Post zurück und entschuldigte sich. Dennoch drohen Babel nun Ermittlungen vonseiten des englischen Fußball-Verbandes (FA).

Zusätzlich droht Dalglish offenbar der Abgang von Kapitän Gerrard. Nach übereinstimmenden englischen Medienberichten soll der spanische Rekordmeister Real Madrid ein Angebot für den Mittelfeldspieler vorbereiten. Angeblich sollen die Spanier bereit sein, 25 Mill. Euro für den Nationalspieler zu bezahlen.

Trotz aller Baustellen glaubt Dalglsih fest an einen Erfolg seiner Amtszeit. "Ich habe keinen Moment gezögert, zurückzukommen. Es wäre eine Beleidigung gewesen, wenn ich Nein gesagt hätte", erklärte er.

© SID

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