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10.01.2009

18:41 Uhr

Fußball England

"Manu" siegt klar im Verfolgerduell

Mit einem 3:0-Sieg am 21. Spieltag der Premier League ist Manchester United dem Tabellenzweiten FC Chelsea nach dem direkten Duell auf den Fersen. "Manu" rückt auf Platz drei vor.

Bendtner sichert Arsenal drei Punkte. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Bendtner sichert Arsenal drei Punkte. Foto: Bongarts/Getty Images

Lethargisch, harmlos, uninspiriert: Der FC Chelsea mit dem deutschen Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack hat im Spitzenspiel beim englischen Meister Manchester United eindeutig die Grenzen aufgezeigt bekommen. Mit 0:3 unterlag das Team des russischen Ölmilliardärs Roman Abramowitsch in Old Trafford und leistete vor allem in der Offensive einen Offenbarungseid. Ohne eine echte Torchance herausgespielt zu haben, schlichen die Gästespieler nach der Partie vom Platz.

Dagegen zeigte die Heimmannschaft um den portugiesischen Superstar Cristiano Ronaldo, der vor drei Tagen mit einem spektakulären Autounfall für Aufsehen gesorgt hatte, attraktiven Offensivfußball. Erstmals in dieser Saison musste Chelsea, das bis vor dem Spiel die beste Abwehr der Liga stellte, drei Gegentore in einer Partie hinnehmen. Nemanja Vidic (45.), Wayne Rooney (63.) und Dimitar Berbatow (87.) trafen für United und untermauerten eindrucksvoll die Ambitionen des Champions-League-Sieger auf die Meisterschaft.

"Manu" muss noch zwei Spiele nachholen

Zwar liegen sowohl Tabellenführer Liverpool (46 Punkte) als auch Chelsea (42) noch vor dem Team von Sir Alex Ferguson (41), doch hat der Titelverteidiger noch zwei Nachholspiele zu absolvieren.

Überschattet wurde das Wochenende durch die Anschuldigungen des Liverpooler Coaches Rafael Benitez gegen Ferguson. Der Spanier hielt sich mit dem beschämenden 0:0 des FC Liverpool bei Aufsteiger Stoke City gar nicht lange auf - lieber wandte er sich seinem Lieblingsfeind Ferguson zu. Wie schon am Freitag griff Benitez den Sir heftig an. Sein zentraler Vorwurf: Ferguson beeinflusse Schiedsrichter wie Offizielle, tue dies seit Jahrzehnten und komme ungestraft davon.

Ferguson: "Ich glaube, er hat Angst vor uns"

Und: Der Schotte stichele unaufgehört gegen die "Reds". "Er hört einfach nicht auf, über uns zu reden. Ob er nervös ist? Na klar! Ich glaube, er hat Angst vor uns", sagte er. Von seinen Anschuldigungen werde er sich nicht distanzieren, ergänzte Benitez: "Ich bereue gar nichts. 20 Jahre hat sich keiner getraut, es anzusprechen, aber alle denken wie ich."

Fergusons Replik folgte umgehend: Liverpool sei zwar Tabellenführer, aber die Meisterschaft werde natürlich zwischen "Manu" und den "Blues" entschieden, meinte der Schotte. Schließlich jage der FC Liverpool seit 19 Jahren vergeblich dem Titel hinterher.

Liverpool führt mit 46 Zählern

Wer das Spiel der "Reds" in Stoke sah, ist geneigt, Fergie recht zu geben. "Leblos", nannte Rundfunksender BBC Liverpools Vorstellung beim Abstiegskandidaten - und das war noch geschmeichelt. Dennoch blieb der 19-malige Champion mit 46 Punkten auf Rang eins, United könnte Liverpool allerdings von der Spitzenposition verdrängen, wenn es seine zwei Nachholspiele gewinnt.

Vor Saisonbeginn hatte Ferguson den FC Arsenal als schärfsten Rivalen ausgemacht. Die "Gunners" verkürzten den Rückstand auf Rang eins mit dem 1:0 gegen Bolton Wanderers auf acht Zähler. Nicklas Bendtner erlöste das Team von Arsene Wenger mit seinem Tor in der 84. Spielminute. Arsenal blieb Fünfter, Aston Villa liegt auf Rang vier.

© SID

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