Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

26.01.2007

13:52 Uhr

Fußball Fifa

Beckenbauer zieht in Fifa-Exekutive ein

Wie erwartet ist Franz Beckenbauer als als europäischer Vertreter in das Fifa-Exekutivkomitee gewählt worden. Der Präsident des Organisations-Komitees der WM 2006 in Deutschland wird den Posten im Frühjahr antreten.

Franz Beckenbauer ist wie erwartet als europäischer Vertreter in das Exekutivkomitee des Fußball-Weltverbandes Fifa gewählt worden. Auf dem Xxxi. Ordentlichen Kongress der Europäischen Fußball-Nunion (Uefa) in Düsseldorf wurde der 61-Jährige am Freitag per Akklamation in sein neues Amt berufen. "Ich freue mich, dass es so glatt gegangen ist. Das Feld war ja bestellt. Mich erwartet eine spannende Aufgabe", meinte Beckenbauer.

Diese Personalie sorgte nicht nur beim Macher der WM 2006 selbst für große Freude, sondern vor allem beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) für ausgelassenen Jubel. "Er ist ein Top-Repräsentant für den deutschen Fußball. Einen besseren Mann an exponierter Stelle im Weltverband kann man sich nicht vorstellen. Wir sind international weiter gut aufgestellt", erklärte DFB-Präsident Theo Zwanziger nach dem eindeutigen Votum für den Präsidenten von Bayern München.

Stabwechsel mit Mayer-Vorfelder erfolgt erst im Frühjahr

Beckenbauer selbst war nach seinem Wahlerfolg wie immer recht gelassen, winkte kurz in das Auditorium und bedankte sich artig für das Vertrauen. "Meine Wahl war nicht so wichtig. Ohnehin steht noch nicht genau fest, welche Aufgaben ich in der Fifa übernehmen werde, denn diese sind noch nicht definiert. Da bedarf es noch einiger Gespräche mit dem Präsidenten und dem Generalsekretär", sagte der 61-Jährige, der seinen neuen Job allerdings erst im Frühjahr antreten wird.

Bis dahin bekleidet sein Vorgänger, der ehemalige DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder, noch diese Position. Der offizielle Stabwechsel erfolgt dann auf dem nächsten Fifa-Kongress vom 29. bis 31. Mai in Zürich. Bis dahin wird "MV" auch an allen weiteren Sitzungen des Exekutiv-Komitees teilnehmen.

Beckenbauer übernimmt in der Fifa nicht automatisch die Posten von Mayer-Vorfelder, der Vorsitzender der Medienkommission, Vorsitzender der Kommission zum Spielerstatus und Mitglied zahlreicher anderer Kommissionen ist. Die Zuständigkeiten werden nach dem Kongress in einer konstituierenden Sitzung des neuen Exekutiv-Komitees neu verteilt.

"Freue mich auf eine nette und illustre Runde

"Die einzelnen Exekutiv-Mitglieder stehen diversen Kommissionen vor. Ich weiß nicht, für was man für mich vorgesehen hat. Wichtig ist ohnehin in erster Linie, dass der Fußball weiter gut präsentiert wird", meinte der 103-malige Nationalspieler, der keinen Bammel vor seinem neuen Job verspürt: "Es ist ja nicht so, dass ich Neuland betrete. Ich kenne die Leute in der Fifa und Uefa seit zehn Jahren. Deshalb freue ich mich auf eine nette und illustre Runde."

Bereits im Vorfeld der Veranstaltung in Düsseldorf hatte Beckenbauer erklärt, dass er vor allem im sozialen Bereich arbeiten wolle. Fifa-Chef Joseph S. Blatter begrüßte die Wahl des deutschen WM-OK-Chefs von 2006, der ebenso wie in seiner ehemaligen Funktion als "Außenminister" für den Weltverband tätig sein soll. "Wenn ich durch die Welt reise und nehme zwei Vertreter des Exkos mit, dann gilt das Protokoll. Ist Franz Beckenbauer dabei, dann steht auch der Präsident hintan. Die Leute wollen Fußballer sehen, Beckenbauer steht der Fifa gut zu Gesicht", meinte der Schweizer.

© SID

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×