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10.01.2011

16:05 Uhr

Fußball Fifa

Fifa bestätigt Hirsch-Rückzug aus Ethik-Kommission

Der Rücktritt des deutschen Mitglieds Günter Hirsch aus der Ethik-Kommission der Fifa wurde offiziell bestätigt. Zu den Gründen des Rückzuges machte der Weltverband keine Angaben.

Günther Hirsch hat sich aus der Ethik-Kommission der Fifa zurückgezogen. Foto: SID Images/AFP/Sebstien Bozon SID

Günther Hirsch hat sich aus der Ethik-Kommission der Fifa zurückgezogen. Foto: SID Images/AFP/Sebstien Bozon

Der Fußball-Weltverband Fifa hat den Rückzug des deutschen Mitglieds Günter Hirsch aus der Ethik-Kommission am Montag bestätigt. "Die Fifa kann bestätigen, dass Günter Hirsch einen Brief an den Vorsitzenden der Ethik-Kommission, Claudio Sulser, geschrieben hat, in dem er seinen Rücktritt von seinem Posten erklärt", teilte die Fifa auf SID-Anfrage mit.

Über die näheren Gründe für den Rückzug machte der Weltverband keine Angaben. Anstoß für Hirsch waren aber unter anderem die Ereignisse rund um die weltweit kritisierte Vergabe der WM-Endrunden 2018 an Russland und 2022 an Katar. Vor der Vergabe waren zwei Fifa-Exekutivmitglieder wegen des Vorwurfs der Bestechlichkeit suspendiert worden. Die Auswahl der Ausrichter Russland, aber vor allem Katar ist weltweit auf Unverständnis gestoßen.

Kritik an der WM-Vergabe

Insbesondere die Wahl des Wüstenstaates am Persischen Golf wird wegen der klimatischen Bedingungen im Sommer, wo es bis 50 Grad heiß werden kann, von Trainern und Spielern kritisiert. Am vergangenen Freitag hatte Fifa-Präsident Joseph S. Blatter sich für die Verlegung der WM in den Winter ausgesprochen, um die "Sportler" zu schützen.

Auch das war vor allem in England bereits auf wenig Gegenliebe gestoßen, weil in der Premier League durchgespielt wird. Es müsste aber auch weltweit die Spielpläne überarbeitet werden. Und es könnte bei einer Verlegung auch zu einem Konflikt mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) kommen, sollte die WM im Frühjahr 2022 stattfinden. Da finden dann auch die Olympischen Winterspiele statt.

"Man sollte die Sache nicht dramatisieren. Es sind noch elf Jahre bis dahin", hatte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (Dosb), Thomas Bach, dem SID bereits am Sonntag gesagt. Eine Aussage von Fifa-Boss Blatter, dass die WM im Februar oder zumindest zeitnah zu den Winterspielen stattfinden solle, kenne Bach nicht: "Blatter könnte ja auch vorschweben, die WM spät im Jahr im Winter durchzuführen. Das wäre dann kein großer Terminkonflikt und könnte in beiderseitigem Interesse sein."

© SID

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