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05.01.2011

13:35 Uhr

Fußball Fifa

WM 2014: Blatter denkt über Änderungen nach

Joseph Blatter kann sich Änderungen des Turnier-Regelwerks bei der WM 2014 vorstellen. Für die Frauen-Fußball WM erwartet der Fifa-Präsident unterdessen ein deutliches Signal.

Joseph Blatter  will eine Task-Force für die WM 2014 gründen. Foto: SID Images/AFP/Karim Jaafar SID

Joseph Blatter will eine Task-Force für die WM 2014 gründen. Foto: SID Images/AFP/Karim Jaafar

Geht es nach Uli Hoeneß, hat Joseph S. Blatter "die Dinge nicht mehr im Griff", der Präsident des Weltverbandes Fifa aber plant mit Hilfe einer "Task Force 2014" schon die Zukunft. Für die WM 2014 in Brasilien könnte sich der Schweizer sogar einige einschneidende Änderungen des Turnier-Regelwerks vorstellen. Im Interview mit der hauseigenen Website fifa.com kündigte Blatter jedenfalls Diskussionen zu zahlreichen Punkten an.

Man könne sich etwa die Frage stellen, ob es ein gutes System sei, drei Punkte für einen Sieg und einen Punkt für ein Unentschieden zu vergeben, sagte Blatter. "Eine weitere Frage wäre, ob die Verlängerung das einzige Mittel ist, um bei Unentschieden eine Entscheidung herbeizuführen. Und wenn es schon bei der Verlängerung bleibt, wie sollte das Spiel dann letztlich entschieden werden? Wäre die Wiedereinführung des Golden Goals dabei eine denkbare Option?"

Keine Diskussionen mehr geben wird es laut Blatter bei der Auswahl der Schiedsrichter. "Unsere Zielstellung ist eindeutig: Bei der Endrunde der Fifa WM 2014 werden nur noch Profis als Schiedsrichter zugelassen. Das ist eine Pflichtvoraussetzung. Und wenn einige argumentieren, dass nicht genügend Geld da sei, um die Tätigkeit der Unparteiischen zu vergüten, dann entgegne ich ihnen, dass genügend finanzielle Mittel in den Profi-Ligen vorhanden sind", sagte der Fifa-Präsident.

Frauen-Fußball WM 2011 in Deutschland: Blatter erwartet deutliches Signal

Unterdessen erwartet Blatter von der WM 2011 in Deutschland (26. Juni bis 17. Juli) ein deutliches Signal für die Zukunft des Frauen-Fußballs. "Der Frauen-Fußball musste längere Zeit um seine Anerkennung seitens der Wirtschaft kämpfen, weil man einfach nicht an seinen Erfolg glaubte. Deutschland kann dies jetzt ändern, indem man zunächst einmal ein gutes Turnier organisiert, gleichzeitig aber auch für volle Stadien sorgt", sagte der Präsident des Fußball-Weltverbandes Fifa in einem Interview mit der verbandseigenen Website fifa.com.

Wichtig sei zunächst, ergänzte Blatter, "dass diese WM im Herzen Europas ausgetragen wird, wo der Frauen-Fußball besonders stark entwickelt ist. Das Eröffnungsspiel in Berlin wollen rund 50 000 Zuschauer live von den Tribünenrängen aus verfolgen. Das allein ist schon ein toller Erfolg."



© SID

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