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27.03.2006

20:10 Uhr

Fußball International

Blatter droht G14 mit "Weltkrieg"

Fifa-Präsident Joseph Blatter hat der G14 mit einem "Weltkrieg" gedroht. Die Vereinigung der 18 einflussreichsten Klubs in Europa will insgesamt 860 Mill. Euro vom Fußball-Weltverband einklagen.

Joseph Blatter hat eine ungewöhnliche Drohung in Richtung der G14 gerichtet. "Wenn sie einen Weltkrieg wollen, können sie ihn haben", sagte der Präsident des Fußball-Weltverbandes Fifa am Montag in Tunis auf einer Pressekonferenz anlässlich der Eröffnung der neuen Zentrale des tunesischen Fußball-Verbandes in Richtung der Vereinigung der 18 einflussreichsten Klubs in Europa. Zur G14 gehören auch Bayern München, Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen.

Anlass der erneuten Verbal-Attacke Blatters: Die G14 unterstützt eine Klage des belgischen Klubs SC Charleroi gegen die Fifa. Der Verein fordert vom Weltverband 615 955 Euro Entschädigung, weil sich sein marokkanischer Mittelfeldspieler Abdelmajid Oulmers bei einem Länderspiel gegen Burkina Faso im November 2004 schwer verletzt hatte. Die G14 selbst fordert vom Weltverband rückwirkend für die in den letzten zehn Jahren durch Abstellung von Nationalspielern entstandenen Schäden 860 Mill. Euro.

Mitgliedsverbände solidarisieren sich mit Uefa

"Es ist gut, Resolutionen zu verabschieden. Wir müssen aber auch über Sanktionen sprechen. Wenn sich ein G14-Klub weigert, Nationalspieler abzustellen, sollte er zukünftig für alle internationalen Klubwettbewerbe gesperrt sein", sagte Blatter weiter. Man habe zwar bereits informelle Gespräche mit der G14 geführt, meinte Blatter: "Aber wie kann man zu einer einvernehmlichen Lösung kommen, wenn eine der zwei Parteien die andere verklagt?"

Auf dem Kongress des europäischen Verbandes Uefa in der vergangenen Woche in Budapest brachten die 52 Mitgliedsverbände mit der Verabschiedung einer Resolution ihre Solidarität sowie ihre Unterstützung für bestehende Strukturen und die Uefa-Wettbewerbe zum Ausdruck. Die Entscheidung richtet sich gegen die angestrebte Hegemonie der großen Klubs.

© SID

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