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30.01.2007

09:23 Uhr

Fußball International

Dritte Nullnummer für die DFB-Frauen

Die Frauen-Nationalmannschaft des DFB hat das Vier-Nationen-Turnier in China nach einem 0:0 gegen England mit dem dritten Platz beendet. Turniersieger wurden die USA nach einem 2:0 gegen China.

Ohne Sieg und ohne Tor kehrt die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft aus China zurück. Das ohne die dreimalige Weltfußballerin Birgit Prinz angetretene Team von Trainerin Silvia Neid blieb bei der WM-Generalprobe in Guangzhou hinter den Erwartungen zurück.

Zum Abschluss des Vier-Nationen-Turniers kam der Welt- und Europameister nach den torlosen Unentschieden gegen Olympiasieger USA und Gastgeber China auch gegen England über ein 0:0 nicht hinaus. Den Turniersieg sicherte sich am Dienstag die USA dank eines 2:0 gegen China. Die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) landete hinter China auf Platz drei.

"Es kam bei uns zu wenig Kombinationsfluss auf, wir hatten zu viele Fehlpässe. Die Mannschaft hat nach den schweren Spielen der letzten Tage müde gewirkt", resümierte Trainerin Silvia Neid, die aber dennoch mit den Leistungen ihres jungen Kaders zufrieden war: "Die Ergebnisse standen nicht so im Vordergrund. Ich wollte Eindrücke von den Spielerinnen bekommen und habe insgesamt viel Positives gesehen."

Rückschritt gegen England

Nach den ordentlichen Auftritten gegen die USA und China war das DFB-Team beim 0:0 gegen den Fußball-Mutterland der Kräfteverschleiß deutlich anzumerken. Vor 2 500 Zuschauern in Guangzhou kamen die DFB-Frauen, die wegen des Todes von Liga-Verbandspräsident Werner Hackmann mit Trauerflor spielten, zunächst schwer in die Begegnung. Schon in der 2. Minute musste die starke Torfrau Stephanie Ullrich, die nach dem Kreuzbandriss von Silke Rottenberg ihr zweites Länderspiel absolvierte, in letzter Sekunde vor Kelly Smith klären. Nur wenig später setzte Jill Scott einen Kopfball knapp neben das Ziel (14.).

Zum Ende der ersten Hälfte entwickelte die DFB-Elf mehr Zug zum Tor und erspielte sich in der 35. Minute auch die erste gute Chance. Nach einer schönen Kombination mit Anja Mittag tauchte Fatmire Bajramaj frei vor der englischen Torfrau auf, wurde aber in letzter Sekunde gestoppt. Die beste Gelgenheit vergab Mittag, als sie in der 40. Minute einen Freistoß aus 18 Metern an die Latte setzte.

Nach dem Seitenwechsel machte sich auf beiden Seiten das harte Programm mit drei Spielen in den vergangenen fünf Tagen bemerkbar. Die beste Gelegenheit bot sich in der 70. Minute Okoyino da Mbabi, die eine lange Flanke in den Fünf-Meter-Raum knapp verpasste. Bis zur WM in China vom 10. bis 30. September muss die DFB-Elf nun vor allem an ihrem Offensivspiel arbeiten, um ihren Titel erfolgreich zu verteidigen.

© SID

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