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28.03.2006

19:21 Uhr

Fußball International

Ex-Nationalkeeper Bodart gesteht Spielmanipulation

Im Zuge des Wettskandals im belgischen Fußball hat Ex-Nationaltorhüter Gilbert Bodart zugegeben, ein Spiel manipuliert zu haben. Als Grund für die Manipulation nannte Bodart Morddrohungen gegen seine Frau und Kinder.

Gilbert Bodart hat seine aktive Beteiligung im Wettskandal des belgischen Fußballs gestanden. Aus Angst um das Leben seiner Frau und Kinder hat der als Trainer des Erstligisten AA La Louviere zurückgetretene Ex-Nationaltorhüter ein Spiel manipuliert. "Ich habe nur ein Spiel manipuliert", sagte Bodart der flämischen Zeitschrift Humo. Dabei handele es sich um die 0:4-Niederlage von La Louviere im November 2005 gegen den FC Brügge: "In der Halbzeit wurde ich bedroht. Um zu verhindern, dass meine Frau und meine Kinder eine Kugel in den Kopf kriegen, sollte ich dafür sorgen, dass wir das Spiel hoch verlieren."

Zuvor habe er bereits mehrfach um sein Leben gebangt, nachdem er Forderungen der chinesischen Mafia nach Spielmanipulationen nicht nachgekommen sei. Die Vorfälle haben den früheren Keeper von Girondins Bordeaux zermürbt. "Ich bin tot", sagte Bodart: "Beruflich auf jeden Fall, aber vielleicht auch körperlich. Jeder Tag könnte mein letzter sein."

© SID

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