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07.01.2011

22:26 Uhr

Fußball International

Fußballer täuscht Kidnapping vor

Um nicht zum Training seines Klubs erscheinen zu müssen, hat der brasilianische Fußball-Profi Somalia seine Entführung vorgetäuscht. Dem Spieler drohen nun sechs Monate Gefängnis.

Der brasilianischer Fußball-Profi Somalia hat seine eigene Entführung vorgetäuscht. Foto: SID Images/AFP/John Thys SID

Der brasilianischer Fußball-Profi Somalia hat seine eigene Entführung vorgetäuscht. Foto: SID Images/AFP/John Thys

Um Ausreden für zu spätes Erscheinen beim Training sind Fußballer selten verlegen, doch mit seiner vorgetäuschten Entführung hat der Brasilianer Somalia von Erstligisten Botafogo Rio de Janeiro einen wohl einmaligen Vorwand geliefert. Zu dumm, dass die Polizei dem 26 Jahre alten Mittelfeldspieler per Kamera seines Apartment-Hochhauses auf die Schliche gekommen ist.

Die Videoaufnahmen zeigen zunächst den Spieler, als er am Mittwoch gegen 4.00 Uhr in der Früh nach Hause kommt. Um 8.46 Uhr besteigt er sichtlich nervös den Fahrstuhl, weil er es nicht mehr rechtzeitig zum Trainingsbeginn schafft. Deutlich erkennbar mit Goldkette und Uhr geht es dann noch mal rauf in die Wohnung und anschließend ohne Schmuck runter in die Garage zu seinem Auto.

Nur wenige Minuten später sucht Somalia eine Polizeiwache auf, berichtet, dass er sich zwei Stunden in den Händen von Kidnappern befunden habe und diese ihm den Schmuck geraubt hätten. Am Freitag flog die Lügengeschichte jedoch auf. Ein Prozess wegen Vortäuschung einer Straftat und sechs Monate Haft drohen. Und Botafogo hat bereits angekündigt, mit einer saftigen Geldstrafe zu reagieren.

© SID

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