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24.01.2007

12:35 Uhr

Fußball International

Klinsmann will zurück auf die Trainerbank

Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann will rund ein halbes Jahr nach seinem Ausscheiden beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) wieder als Trainer arbeiten. Der 42-Jährige will sich jedoch nicht unter Druck setzen und wartet ab.

Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann zieht es zurück ins Rampenlicht. Der 42 Jahre alte Wahl-Kalifornier will rund ein halbes Jahr nach seinem Rückzug beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) wieder als Trainer eine Mannschaft betreuen. "Ich möchte defintiv wieder als Trainer arbeiten. Ich bereite mich derzeit auf eine neue Aufgabe vor. Das könnte in einem oder zwei Monaten, aber auch erst in ein oder zwei Jahren der Fall sein", sagte Klinsmann im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters in seiner Wahlheimat Huntington Beach.

Klinsmann lernt Spanisch

Offenbar scheint den Weltmeister von 1990, der zuletzt ein Angebot des US-Verbandes abgelehnt hatte, insbesondere Südamerika zu interessieren. Dafür paukt der frühere Stürmer derzeit täglich Spanisch. "Das ist sehr aufregend und mein Spanisch wird immer besser. Es ist sehr wichtig, direkt mit Spielern kommunizieren zu können und die Kultur und Mentalität zu verstehen. Man muss die jeweilige Landessprache sprechen", meinte Klinsmann.

Neben den USA war Ende des vergangenen Jahres immer wieder Mexiko als möglicher Arbeitgeber von Klinsmann ins Spiel gebracht worden. Auch Argentinien wäre für Klinsmann nicht uninteressant. Keine Verständigungsprobleme hätte der Schwabe bei einem Engagement in Italien oder England, da er in beiden Ländern bereits als Spieler aktiv war. Sein Wohnsitz in Kalifornien und die enge Bindung zu seiner Familie sprechen aber eher für ein Engament in Südamerika.

Ohnehin hat Klinsmann nach dem Erreichen des dritten Platzes bei der WM in Deutschland einen gewissen Anspruch, was seine zukünftige Tätigkeit betrifft. "Es muss vor allem auch für die Familie passen und es muss die richtige Aufgabe sein. Die Liste der Alternativen ist nicht sonderlich lang. Die Luft da oben ist relativ dünn", meinte Klinsmann.

Dass für Klinsmann die Familie an erster Stelle steht, bewies er bereits bei seinem Ausstieg als Bundestrainer unmittelbar nach der WM. "Für die Balance in der Familie war es wichtig, wieder Abstand zu gewinnen. Jetzt ist mein Akku aber wieder aufgeladen und es geht mir richtig gut", erklärte Klinsmann.

Die Absage an den US-Verband Ende des vergangenen Jahres bereitet dem 108-maligen Nationalspieler unterdessen noch immer Bauchschmerzen. "Das war sehr unglücklich, denn wir waren schon sehr weit. Allerdings konnten wir in einigen sportlichen Belangen keinen gemeinsamen Nenner finden", meinte Klinsmann, der aber betonte: "Das Nein war nicht für immer."

© SID

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