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08.01.2009

15:18 Uhr

Fußball Italien

18 Monate Haft für Luciano Moggi

Luciano Moggi, ehemaliger Sportdirektor von Juventus Turin, ist zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Auch sein Sohn Alessandro muss eine 14-monatige Haftstrafe absitzen.

Keine guten Zeiten für Luciano Moggi. Foto: AFP SID

Keine guten Zeiten für Luciano Moggi. Foto: AFP

Der ehemalige Sportdirektor von Italiens Rekordmeister Juventus Turin, Luciano Moggi, ist am Donnerstag von einem Gericht in Rom zu 18 Monaten Haft verurteilt worden; sein Sohn Alessandro muss 14 Monate im Gefängnis verbringen. Ob die Haftstrafen tatsächlich abgesessen werden müssen, entscheidet sich erst, wenn die Frist für einen möglichen Berufungsprozess abgelaufen ist. Dabei könnte den Moggis eine Straferlass-Verordnung zugute kommen, die die italienische Regierung 2006 für länger zurückliegende Straftaten ausgesprochen hatte.

Den Verurteilten wurden Einschüchterungsaktionen gegen Profi-Fußballer sowie Verletzungen der Wettbewerbsregeln vorgeworfen. Davide Lippi, Sohn von Weltmeister-Coach Marcello Lippi, und weitere drei Angeklagte wurde freigesprochen.

Moggi schusterte seinem Sohn die Mandanten zu

Moggi senior soll seine Position als Juve-Manager ausgenutzt haben, um der inzwischen aufgelösten Agentur GEA seines Sohnes Mandanten zu verschaffen, urteilten die Richter. Bei Transferverhandlungen soll er Spielern nahegelegt haben, sich von seinem Sohn vertreten zu lassen, um ihre Chancen auf einen guten Vertrag bei Juventus zu verbessern. Auch Trainer, die sich seiner Beratungs-Gesellschaft nicht anvertrauen wollten, bekamen laut Anklage keine Verträge.

Die römische Staatsanwaltschaft hatte Turins im Mai 2006 zurückgetretenem Manager Moggi eine systematische Manipulation der Meisterschaft 2004/2 005 zugunsten des italienischen Rekordmeisters vorgeworfen. Vor allem mit Hilfe korrupter Schiedsrichter soll der 68-Jährige die Liga beeinflusst haben. Wegen dieser Vergehen war Moggi bereits zu einer fünfjährigen Berufssperre verurteilt worden. Moggi hatte stets seine Unschuld beteuert.

© SID

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