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07.01.2011

17:53 Uhr

Fußball Italien

Alexander Merkel: "Das war nur der Anfang"

Nach seinem Startelf-Debüt für den italienischen Topklub AC Mailand spricht der 18-Jährige Alexander Merkel im SID-Interview über seine Karriere und seine Zukunftsaussichten.

Alexander Merkel gab beim AC Mailand sein Startelf-Debüt. Foto: SID Images/pixathlon SID

Alexander Merkel gab beim AC Mailand sein Startelf-Debüt. Foto: SID Images/pixathlon

Alexander Merkel hat für den AC Mailand am Donnerstag sein Debüt in der Serie A gegeben. Im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (SID) sprach der deutsche U19-Nationalspieler über seinen ersten Einsatz und seine Aussichten beim italienischen Tabellenführer.

SID: "Alexander Merkel, am Donnerstag haben Sie das erste Spiel für den AC Mailand gemacht. Haben Sie das schon verdaut?"

Alexander Merkel: "Also geschlafen habe ich ganz gut, wie immer. Ich war nicht mehr aufgeregt, sondern einfach nur glücklich. Irgendwie kann ich das trotzdem noch gar nicht fassen. Es rufen viele Leute an und gratulieren, dabei hab ich doch eigentlich gar nichts gemacht."

SID: "Wie haben Sie von ihrem Debüt erfahren?"

Merkel: "Am Donnerstagmorgen auf der Mannschaftssitzung. Beim Abschlusstraining am Vortag wusste ich noch nichts davon. Es kam schon ein bisschen unerwartet."

SID: "Sie haben bereits im Dezember einige Minuten in der Champions League gespielt. Inwieweit können Sie die beiden Einsätze jetzt miteinander vergleichen?"

Merkel: "Das ist schwer zu sagen. Die Champions League ist natürlich die Königsklasse, das höchste Niveau. Aber am Donnerstag stand ich in der Startelf. Von Anfang an zu spielen, ist etwas Besonderes."

SID: "Wie zufrieden war denn ihr Trainer mit ihrer Leistung?"

Merkel: "Das ganze Trainerteam war zufrieden. Auch meine Mitspieler haben mir gratuliert. Alle wussten, wie wichtig das war. Schließlich steht nicht jeden Tag ein 18-Jähriger in der Startelf."

SID: "War das für Sie der Durchbruch?"

Merkel: "Ich würde nicht sagen, dass das mein Durchbruch war. Das war der erste Schritt, aber ein Schritt reicht nicht. Das war nur der Anfang. Jetzt muss ich mich durchsetzen, damit ich noch mehr Einsätze bekomme. Jeder Tag, jedes Training ist dabei wichtig."

SID: "In Deutschland stehen derzeit viele junge Spieler im Fokus. Sehen Sie sich auch in dieser Reihe?

Merkel: "Die Deutschen haben in den letzten zwei, drei Jahren viele junge Talente herausgebracht. Da kann man schon von so etwas wie einer Welle sprechen. Bei mir ist das aber anders. Ich spiele in Italien, wo eher wenige junge Spieler zum Einsatz kommen. Deshalb kann ich das mit der Bundesliga nicht vergleichen."

SID: "Denken Sie manchmal darüber nach, ob Sie es in Deutschland einfacher gehabt hätten?"

Merkel: "Was in Deutschland passiert wäre, darüber denke ich nicht nach."

SID: "Was waren die Gründe für ihren Wechsel damals vom VfB Stuttgart nach Mailand?"

Merkel: "Das waren viele. Man bekommt nicht jeden Tag ein Angebot vom AC Mailand. Ich lerne ein neues Land, eine neue Spielweise, eine neue Kultur und eine neue Sprache kennen. Und schließlich spiele ich beim größten Verein der Welt."

SID: "Sie haben alle deutschen Nachwuchsmannschaften durchlaufen, sind aber in Kasachstan geboren. Wollen Sie weiter auch das deutsche Trikot tragen?"

Merkel: "An erster Stelle steht Deutschland. Aber was in der Zukunft liegt, wird man dann sehen."

SID: "Am Sonntag steht bereits das nächste Ligaspiel auf dem Programm. Gibt es bereits Hinweise, ob Sie wieder spielen?"

Merkel: "Das weiß ich noch nicht. Erstmal ist am Samstag das Abschlusstraining, aber wir haben einige Verletzte im Mittelfeld. Natürlich hoffe ich wieder auf einen Einsatz."

© SID

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