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10.04.2006

15:24 Uhr

Fußball Italien

Italiens Fußball-Gewerkschaft will protestieren

Die italienische Fußballer-Gewerkschaft AIC protestiert gegen den rassistischen Angriff auf Spieler von Inter Mailand. Die gesamte Serie A solle den Zwischenfall auf dem Flughafen verurteilen, so die Gewerkschaft.

Nachdem Spieler des italienischen Erstligisten Inter Mailand auf der Rückkehr vom Meisterschaftsspiel in Ascoli auf dem Heimatflughafen Malpensa von maskierten Rowdies angegriffen worden war, plant die italienische Fußballer-Gewerkschaft AIC jetzt Protestmaßnahmen.

Zanetti im Visier der Gewalttäter

Vor allem der Verteidiger Cristiano Zanetti geriet ins Visier der gewalttätigen "Fans". Der Spieler, der angeblich Ende der Saison zu Juventus Turin wechseln soll, wurde als Verräter beschimpft und geschlagen. Er wurde wegen einer oberflächlichen Kopfwunde behandelt.

Der Angriff auf die Inter-Spieler, die nach der Niederlage in der Champions League gegen Villarreal in der vergangenen Woche arg unter Druck geraten sind, löste heftige Protestaktionen aus. Das Spiel AC Mailand-Chievo begann am Sonntag aufgrund einer Solidaritäts-Aktion zugunsten des Stadtrivalen Inter Mailand mit zehnminütiger Verspätung.

Die Spielergewerkschaft rief die gesamte italienische Serie A auf, den Angriff auf die Inter-Spieler zu verurteilen. "Vor der Gewalt und der Dummheit der Ultras sind wir machtlos", kommentierte Inters Präsident Giacinto Facchetti. Der Vizepräsident von AC Mailand, Adriano Galliani, forderte strenge Strafmaßnahmen gegen die Ultras. Manager, Fußballer und Tifosi müssten sich verbünden, um diese schändliche Gewaltwelle zu stoppen.

© SID

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