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30.01.2010

08:49 Uhr

Fußball Italien

Juventus unter Druck, Inter vor leichter Aufgabe

Nach der Entlassung von Trainer Ciro Ferrara steht Juventus Turin am 22. Spieltag der Serie A gegen Lazio Rom im Fokus. Spitzenreiter Inter will gegen Parma die Führung ausbauen.

Kapitel beendet: Ciro Ferrara ist nicht mehr Trainer bei Juventus Turin. Foto: AFP SID

Kapitel beendet: Ciro Ferrara ist nicht mehr Trainer bei Juventus Turin. Foto: AFP

Nachdem die Gerüchte-Küche um die Zukunft von Juventus-Trainer Ciro Ferrara mehrere Wochen kräftig gebrodelt hatte, steht jetzt das erwartete Ergebnis fest: Vor dem Spiel am Sonntag (20.45) gegen Lazio Rom hat die "Alte Dame" ihren Übungsleiter entlassen - ob die Lösung mit Nachfolger Alberto Zaccheroni das richtige Rezept ist, muss sich allerdings noch zeigen. Nach der finalen Liga-Niederlage im heimischen Stadio Olimpico gegen den AS Rom am vergangenen Wochenende und der Pokalpleite am Donnerstag bei Inter Mailand wurden neben Zaccheroni auch Namen wie Giovanni Trappatoni, Dino Zoff, Michael Laudrup und Claudio Gentile als potenzielle Nachfolger des erfolglosen Trainer-Neulings Ferrara gehandelt.

Die erste komplette Trainer-Saison des 42-Jährigen hätte schlechter nicht verlaufen können. Sechs Niederlagen aus den letzten neun Ligaspielen und der damit verbundene Abrutsch auf Rang sechs in der Serie A erklären die momentane Gefühlslage der Juve-Verantwortlichen. Die 1:2-Niederlage in der Coppa Italia brachte Ferrara dann endgültig um den Job. Nicht umsonst bezeichnet Kapitän Alessandro Del Piero die momentane Lage als "die schwierigste Phase, die ich in 17 Jahren Juve erlebt habe".

Trubel in Turin, Jubel bei Inter

Während des Trubels in Turin genießt Spitzenreiter Inter Mailand um Jose Mourinho weiterhin den Platz an der Sonne. Nach dem 2:0-Derby-Erfolg gegen den Erzrivalen AC Milan am vergangenen Wochenende hat Inter mit nun 49 Zählern einen komfortablen Neun-Punkte-Vorsprung auf den zweitplatzierten AC. Nach dem "Derby Milanese" hat Trainer Jose Mourinho ein Nachspiel zu erwarten. Die beiden Platzverweise gegen seine Schützlinge Lucio und Wesley Sneijder hatten den portugisischen Hitzkopf zur Weißglut getrieben. Kurz nach Spielende ging er die Unparteiischen harsch an und befürchtete einen Komplott gegen den angestrebten fünften Inter-Meistertitel in Folge. Am Sonntagnachmittag (15 Uhr) trifft Inter nun auf den FC Parma, der nach starkem Beginn momentan auf Platz zwölf der Serie A herumdümpelt.

Stadtrivale AC Milan kassierte nach der bitteren Pleite gegen Mourinho und Inter unter der Woche auch eine 0:1-Pleite im Pokal gegen Udinese Calcio und steht nun am Sonntag gegen Neuling AS Livorno unter Zugzwang. Bei Livorno gab es unter der Woche mächtig Wirbel um Coach Serse Cosmi, der zunächst zurücktrat, sich dann aber doch zum Weitermachen überreden ließ.

Beim Tabellenneunten AC Florenz hingegen steht Stürmer Adrian Mutu Ärger ins Haus. 2004 wegen Kokain-Missbrauch zu einer Strafe von sieben Monaten verurteilt, wurde der rumänische Nationalspieler nun bei einer Dopingprobe erneut positiv getestet. Diesmal wurden ihm Spuren des verbotenen Appetitzüglers Sibutramin nachgewiesen. Florenz tritt am Sonntag (15 Uhr) in Cagliari an.

Der Spieltag im Überblick:

AS Bari - US Palermo (heute, 18 Uhr), SSC Neapel - FC Genua 1 893 (heute, 20.45 Uhr), Sampdoria Genua - Atalanta Bergamo, Chievo Verona - FC Bologna, Cagliari Calcio - AC Florenz, FC Parma - Inter Mailand , AC Mailand - AS Livorno , AS Rom - AC Siena, Calcio Catania - Udinese Calcio (alle Sonntag, 15 Uhr), Juventus Turin - Lazio Rom (Sonntag, 20.45 Uhr).

© SID

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