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17.05.2014

17:03 Uhr

Fußball-Klassiker

Warum der BVB gewinnt und die Bayern siegen

VonThomas Schmitt

Das Pokalfinale ist das Endspiel dieser Fußballsaison. Borussia Dortmund jagt heute Bayern München. Favorit ist der Deutsche Meister. Doch auch der Außenseiter aus dem Pott darf jubeln – egal wie es ausgeht.

Die Trainer Jürgen Klopp (links) von Borussia Dortmund und Pep Guardiola vom FC Bayern München standen am Freitag in Berlin schon neben dem Pokal. dpa

Die Trainer Jürgen Klopp (links) von Borussia Dortmund und Pep Guardiola vom FC Bayern München standen am Freitag in Berlin schon neben dem Pokal.

Dieses Fußballspiel spaltet die Nation und hält sie an diesem Wochenende in Atem. Borussia Dortmund gegen Bayern München lautet das Finale im Pokal des Deutschen Fußballbundes (DFB). In den letzten Jahren wurde dieses Spiel zum deutschen Fußball-Klassiker. Die Rivalität ist groß und geht weit über den Fußballplatz hinaus.

Der Grund: Der deutsche Serienmeister erhält ernsthafte Konkurrenz. Die Münchner haben gewaltige finanzielle Möglichkeiten. Zuletzt dominierten sie die Liga, gewannen fast alle wichtigen Titel. Und sie gelten – trotz der schmerzhaften Niederlage gegen Real Madrid – noch immer als die beste Mannschaft der Welt. Die Dortmunder dagegen waren vor zehn Jahren fast pleite und entwickelten mit vergleichsweise bescheidenen Möglichkeiten eine großartige Mannschaft.

Auf Handelsblatt Online sind alle Details zum Spiel im Liveticker abrufbar. Berichtet wird im Minutentakt über alle wichtigen Aktionen im Spiel. Grafisch aufbereitet ist die Aufstellung, und statistisch erfasst wird die Leistung der Spieler – zum Nachlesen während des Spiels oder auch für hinterher.

Splitter zum DFB-Pokalfinale

Bilanz

Borussia Dortmund und Bayern München bestreiten das 71. Finale um den DFB-Pokal. Mit 16 Erfolgen sind die Münchner Rekordsieger. Der BVB gewann die Trophäe bisher dreimal. Bei einem Sieg würde der Revierclub mit Nürnberg, Köln und Frankfurt gleichziehen. Neben den Bayern würden dann nur noch Schalke (5 DFB-Pokalsiege) und Bremen (6) vor Dortmund stehen.

Einnahmen

Der Pokal wird mehr und mehr zu einem lukrativen Wettbewerb. Bisher nahmen sowohl die Münchner als auch die Dortmunder allein aus dem TV- und Vermarktungstopf jeweils über sechs Millionen Euro ein. Allerdings liegt die Gesamtsumme bei den Bayern höher als beim BVB, weil vier Spiele der Münchner live im Free-TV gezeigt wurden. Die Dortmunder waren nur zweimal live in der ARD zu sehen. Für den Gewinner des Finales gibt es 3,2 Millionen Euro, der Verlierer erhält 2,6 Millionen.

Remis

Es ist da bereits dritte Pokal-Endspiel beider Mannschaften. 2007 setzte sich der große Favorit aus München erst in der Verlängerung mit 2:1 durch. 2012 triumphierte die Borussia in einem denkwürdigen Finale mit 5:2 und sicherte sich damit erstmals in der Vereinsgeschichte das Double.

Tore

Die Dortmunder sind im diesjährigen Wettbewerb noch ohne Gegentor. In den Partien gegen Wilhelmshaven (3:0), München 1860 (2:0 n. V.), Saarbrücken (2:0), Frankfurt (1:0) und Wolfsburg (2:0) gab sich die BVB-Deckung keine Blöße. Die Münchner erzielten auf dem Weg ins Finale beachtliche 21 Treffer gegen Rehden (5:0), Hannover (4:1), Augsburg (2:0), Hamburg (5:0) und Kaiserslautern (5:1).

Einschaltquote

Das Finale beider Teams im Jahr 2012 sorgte für einen Einschaltquotenrekord. Im Schnitt sahen 13,55 Millionen TV-Zuschauer die Partie. In diesem Jahr wird das Duell der deutschen Branchenführer in 182 Länder übertragen - mehr als jemals zuvor. Über 500 Medienvertreter aus dem In- und Ausland haben sich akkreditiert.

Qualifikation

In diesem Jahr qualifiziert sich kein Club über den DFB-Pokal für Europa, weil beide Endspielteilnehmer als Champions-League-Teilnehmer feststehen. Der vakante Platz in der Europa League ging deshalb an den Bundesliga-Siebten aus Mainz.

Heimstätte

Seit 1985 wird das DFB-Pokalfinale fest im Berliner Olympiastadion ausgetragen. Erst vor wenigen Wochen haben der Deutsche Fußball-Bund und das Land Berlin ihre Rahmenvereinbarung bis 2020 verlängert. Die Partie zwischen dem FC Bayern und dem BVB ist insgesamt das 36. Endspiel in Berlin.

Die Dortmunder sind zwar Zweiter der laufenden Bundesligasaison. Und sie haben sich zuletzt gegen eine der besten Mannschaften Europas, Real Madrid, bravourös geschlagen. Dennoch gelten sie gegen die Bayern als Außenseiter. Normalerweise sollten die Bayern gewinnen.

Bestes Indiz für diese verbreitete Einschätzung sind die Wettquoten. Wer auf einen Sieg der Bayern setzt, kann seinen Einsatz verdoppeln. Ein Triumpf des BVB würde jedoch mehr als das Dreifache bringen. Übrigens: Wer einen 5:2-Sieg für Dortmund – wie 2012 – tippt, kann seinen Einsatz verhundertfachen.

Allerdings kommt es gerade im Fußball oft anders, als die Mehrheit denkt. Und gerade die letzten Monaten haben eher den Dortmundern Mut gemacht. Zuletzt haben sie sogar gegen Bayern in München 3:0 gewonnen, auch wenn das Spiel ohne wirklichen Wert war. Was also spricht für die Bayern, was für den BVB? Ein Vergleich anhand von zehn Punkten.

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