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21.02.2016

12:29 Uhr

Fußball-Kolumne

Fair Play beim Geld ist eine Mogelpackung

VonThomas Hitzlsperger

Die UEFA scheut sich nicht, große Vereine wie Manchester City oder Paris St. Germain zu bestrafen. Fairer wird der Fußball deshalb nicht. Zu unterschiedlich sind die finanziellen Möglichkeiten der Klubs.

Hinter dem Top-Team aus Paris steht ein milliardenschwerer Scheich. AFP; Files; Francois Guillot

PSG

Hinter dem Top-Team aus Paris steht ein milliardenschwerer Scheich.

Den Europäischen Fußballverband (UEFA) eine Mogelpackung zu nennen, ginge zu weit. Aber eine der jüngsten Erfindungen des Verbandes, das Financial Fair Play (FFP), geht ohne weiteres als Mogelpackung durch.

Fair Play mit Bezug auf die Finanzen von Profivereinen wurde 2011 zum ersten Mal angewandt. Vereinfacht gesagt geht es darum, dass kein Fußballverein mehr Geld ausgeben darf, als er einnimmt. Klubs, die gegen diese Regel verstoßen, müssen mit Sanktionen rechnen - von einer Geldstrafe bis hin zu Transfersperren.

Die UEFA scheute sich im Jahr 2013 sogar nicht, unter anderem Manchester City und Paris St. Germain jeweils zweistellige Millionenstrafen aufzubrummen. Fußballfans kleinerer Vereine glaubten danach vielleicht, die Neuregelung würde zu einem faireren Wettbewerb führen. Doch sie sahen sich getäuscht.

Obwohl die Geldstrafe für den englischen Spitzenklub Manchester City heftig ausfiel, werden die Citizens demnächst wieder kräftig mitbieten im Kampf um die weltbesten Spieler. Die Verpflichtung des derzeitigen Bayern-Trainers  Pep Guardiola war erst der Anfang.

Volkswagen im Fußball

Sponsor und Anteilseigner

Der Volkswagen-Konzern sponsert diverse Teams in der 1. und 2. Bundesliga. Überdies tritt der Autobauer auch als Anteilseigner auf. Ein Überblick.

Volkswagen

VfL Wolfsburg (Hauptsponsor), 100-prozentige Tochtergesellschaft der Volkswagen AG

TSV 1860 München (Hauptsponsor)

FC Schalke 04

Werder Bremen

RB Leipzig

Volkswagen Nutzfahrzeuge

Hannover 96

Audi

FC Ingolstadt (Hauptsponsor), 19,94 Prozent des Zweitligisten gehören zudem der quattro GmbH, eine 100-prozentige Audi-Tochter.

Bayern München, außerdem hält die Audi AG 8,33 Prozent am Rekordmeister.

TSG 1899 Hoffenheim

Borussia Mönchengladbach

Hertha BSC

1. FC Nürnberg

Hamburger SV

MAN

Borussia Dortmund

Bayern München

VfL Wolfsburg

Borussia Mönchengladbach

Hamburger SV

Porsche

RB Leipzig

VfB Stuttgart

Seat

Eintracht Braunschweig (Hauptsponsor)

Denn der Katalane Guardiola ist bekannt dafür, dass er bei Neuverpflichtungen nur ungern Kompromisse eingeht. Daher ist nicht auszuschließen, dass Manchester City im Sommer 100 Millionen Euro oder sogar mehr für nur einen Spieler ausgeben wird. Das wäre ein neuer Rekord am Transfermarkt.

Um so viel Geld ausgeben zu können und gleichzeitig die FFP-Regeln einzuhalten, muss natürlich die Einnahmenseite stimmen. Laut der jährlichen Deloitte-Studie „Football Money League“ erwirtschaftete der Klub aus Manchester in der vergangenen Saison 463,5 Millionen Euro und rangiert damit auf Platz sechs.

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