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14.01.2007

12:40 Uhr

Fußball Liga-Pokal

DFL will den Ligapokal reformieren

Mehr Teams, mehr Spiele, mehr Geld: Die Deutsche Fußball Liga (DFL) will dem Ligapokal ein neues Gesicht verpassen. Die Aufblähung des Wettbewerbs ruft aber schon die ersten Kritiker wie Jogi Löw auf den Plan.

Zu einem Millionengeschäft will die Deutsche Fußball Liga (DFL) den Ligapokal durch Ausweitung auf die Bundesliga und 2. Bundesliga machen. Nach Informationen des Sport-Informations-Dienstes (sid) ist eine entsprechende Reform geplant, aber in der kommenden Saison noch nicht umsetzbar. Der Ligapokal 2007 wird demnach in gewohnter Form stattfinden.

Zuvor hatte bereits Ligaverbands-Vizepräsident Wolfgang Holzhäuser der Bild am Sonntag erklärt, den Liga-Cup modifizieren zu wollen. "Der Vorstand diskutiert ein Beispiel, ihn auf die ganze Liga auszuweiten", sagte der Geschäftsführer des Bundesligisten Bayer Leverkusen.

Nach Bams-Informationen sollen künftig insgesamt rund 25 Mill. Euro an die 36 teilnehmenden Mannschaften ausgeschüttet werden. Der Sieger soll neben 2,5 Mill. Euro Preisgeld einen Startplatz im UI-Cup erhalten. Sogar über eine Austragung des Ligapokal-Finales in Asien wird nachgedacht, um die Bundesliga auf dem heiß umkämpften Markt zu positionieren.

Jede Menge zusätzliche Termine

Mit der Reform kämen zusätzliche Termine auf die Profiklubs zu. Im favorisierten Modell wären die ersten Zehn der Bundesliga und die besten Sechs aus der 2. Bundesliga gesetzt, die anderen müssten eine Qualifikation austragen. Zudem sind dem Bericht zufolge Hin- und Rückspiele geplant.

Die Pläne hatten zuletzt bereits Kritiker auf den Plan gerufen. "Über die Termingestaltung muss man sich generell Gedanken machen. So wie es jetzt läuft, ist es nicht gut. Die geballte Fülle von Spielen tut nicht gut, dem Fan nicht und nicht den Spielern", hatte Bundestrainer Joachim Löw gemahnt und auf ein höheres Verletzungsrisiko hingewiesen.

Bayern Münchens Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge hatte zwar eine Refom des Wettbewerbs gefordert und einen Uefa-Cup-Platz nach englischem Vorbild für den Sieger als Anreiz angeregt. Die 2. Bundesliga miteinzubeziehen, bezeichnete Rummenigge jedoch als das falsche Signal.

© SID

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