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17.01.2011

16:21 Uhr

Fußball National

Hoffnung auf Öffnung des Wettmarktes

Volker Bouffier hat dem deutschen Profi-Fußball Hoffnung auf eine kontrollierte Öffnung des Sportwettenmarktes gemacht. "Der Weg ist aber noch weit", so Hessens Ministerpräsident.

Volker Bouffier ist für eine kontrollierte Öffnung des Sportwettenmarktes. Foto: SID Images/Firo SID

Volker Bouffier ist für eine kontrollierte Öffnung des Sportwettenmarktes. Foto: SID Images/Firo

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier hat dem deutschen Profi-Fußball Hoffnung auf eine kontrollierte Öffnung des Sportwettenmarktes gemacht. "Wir wollen keinen Wildwuchs. Wenn die Menschen spielen wollen, dann in geordneten Bahnen. Dies könnten wir mit einer kontrollierten Öffnung erreichen. Der Weg ist aber noch weit", sagte der CDU-Politiker auf dem Neujahresempfang der Deutschen Fußball Liga (DFL) in Frankfurt/Main.

Zurzeit garantiert der Glücksspielstaatsvertrag das staatliche Monopol. Ermutigt durch die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes (Eugh) vom 8. September 2010 sehen sich die privaten Wettanbieter dagegen bestätigt, dass die Einschränkungen auf dem deutschen Wettmarkt nicht mehr der aktuellen Rechtslage entsprechen und das Monopol des Staates überholt ist.

Die Konferenz der Ministerpräsidenten konnte sich allerdings bislang nicht zu einer Öffnung durchringen. Bouffier deutete mit seiner Aussage an, dass immer mehr Bewegung in die Angelegenheit kommt. "Ich bin guter Hoffnung, dass wir zu einem Ergebnis kommen", sagte der Ministerpräsident und nahm gleichzeitig auf die bis vor kurzem gängige Praxis Bezug, wonach es sogar ausländischen Starklubs wie Real Madrid oder AC Mailand untersagt war, mit dem Schriftzug ihres Trikotwerbepartners bwin bei Europacup-Begegnungen in Deutschland anzutreten. Gegen die Teams wurde jeweils ein Zwangsgeld verhängt. "Das kann nicht sein", sagte Bouffier.

Liga-Präsident Reinhard Rauball verwies beim DFL-Neujahresempfang auf das in Italien praktizierte Modell der Lizenzvergabe für einige wenige private Wettanbieter. "Vielleicht sollte man dahin mal einen Blick werfen", sagte Rauball.

© SID

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