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09.01.2008

14:32 Uhr

Fußball National

Stielike-Sohn weiter in Lebensgefahr

Der Gesundheitszustand von Ulli Stielikes Sohn Michael ist weiterhin sehr ernst. Laut einer Presseerklärung der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ist die Situation des 23-Jährigen "stabil, aber lebensbedrohlich".

Ulli Stielikes Sohn Michael befindet sich weiter in einem lebensbedrohlichem Zustand. Laut einer Presseerklärung der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), wo der Sohn des ehemaligen deutschen Nationalspielers und derzeitigen Trainers der Elfenbeinküste wegen einer schweren Lungenerkrankung behandelt wird, ist die Situation des 23-Jährigen "stabil, aber lebensbedrohlich". Das sagte der verantwortliche Oberarzt Professor Marius Höper als Leiter der Intensivstation der MHH.

Nachdem Michael Stielike seit längerem auf der Liste für eine Lungentransplantation gestanden und auf ein Spender-Organ gewartet hatte, war es am Wochenende zu einem schweren Kollaps des Patienten gekommen. "Wir mussten ihn wegen einer dramatischen Verschlechterung seines Gesundheitszustands in ein künstliches Koma versetzen", sagte Höper. Wichtig sei nun, dass Michael Stielike so schnell wie möglich eine Lunge transplantiert bekomme.

Stielike lässt Trainertätigkeit ruhen

Ulli Stielike hatte sich daraufhin entschlossen, seine Tätigkeit als Nationalcoach der Elfenbeinküste ruhen zu lassen. "Nach beratenden Gesprächen mit den Ärzten und einer intensiven Diskussion in der Familie bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass die Situation so schwerwiegend ist, dass sie mir nicht die Ruhe und Freiheit lässt, um die Nationalmannschaft der Elfenbeinküste zum Afrika-Cup zu begleiten. Ich verzichte daher auf eine Teilnahme", erklärte der Europameister von 1980.

Aus der Erklärung der MHH geht hervor, dass Michael Stielike seit zwei Jahren an einer Lungenfibrose leidet. Dabei verhärtet sich das Lungengewebe, was das Atmen für den Patienten zunehmend erschwert. Was die Krankheit bei Stielike ausgelöst hat, ist unklar. Die einzige Therapiemöglichkeit ist eine Lungentransplantation.

© SID

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