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11.01.2011

11:22 Uhr

Fußball Nationalmannschaft

Ballack denkt derzeit nicht an DFB-Comeback

Michael Ballack denkt derzeit nicht an ein Comeback in der deutschen Nationalmannschaft. Der 34-Jährige will zunächst seinen Weg zurück ins Team von Bayer Leverkusen finden.

Michael Ballack will zu alter Leistungsstärke zurück finden. Foto: SID Images/Firo SID

Michael Ballack will zu alter Leistungsstärke zurück finden. Foto: SID Images/Firo

Michael Ballack denkt derzeit nicht an ein Comeback in der deutschen Nationalmannschaft und schätzt seine Chancen auf eine Rückkehr in die DFB-Auswahl äußerst realistisch ein. "Ich habe noch nicht wieder für Bayer gespielt und muss erst einmal schauen, dass ich zu alter Leistungsstärke finde. Wenn ich meinen Rhythmus wiedergefunden habe, werde ich sehen, inwieweit sich das noch auf die deutsche Nationalmannschaft auswirkt. Das Ziel, für sie zu spielen, ist natürlich da. Das habe ich mein Leben lang gehabt. Aber ich muss erst einmal zurück auf das Niveau kommen, um für die Nationalmannschaft ein Thema zu sein", sagte der 34 Jahre alte Kapitän der deutschen Mannschaft in einem Interview mit der Tageszeitung die Welt.

Deswegen sei auch die EM 2012 in der Ukraine und Polen für ihn derzeit noch ganz weit weg. "Im Moment habe ich ganz andere Sorgen, als mir Gedanken darüber zu machen, was 2012 passiert. Das heißt, ich muss erst einmal wieder Fußball spielen und den Weg ins Bayer-Team finden. Wenn mir das gelungen ist, kann ich an die Nationalelf denken. Alles andere bringt jetzt nichts. So realistisch muss ich sein - und bin ich das auch", so Ballack.

Der 98-malige Nationalspieler, der infolge von schweren Verletzungen die WM in Südafrika und den Großteil der Bundesliga-Hinrunde verpasst hatte, ist sich wenige Tage vor dem Rückrundenstart auch über seine schwierige Situation bei seinem Klub Bayer Leverkusen bewusst. "Ich kann nach so einer langen Verletzung nicht gleich große Ansprüche stellen und erwarten, dass ich sofort von Beginn an spielen werde. Ich bin mir bewusst, dass ich mich erst ins Team kämpfen muss. Das wird bei der Konkurrenz nicht einfach für mich, aber ich werde alles dafür tun", sagte Ballack. Sein Trainer Jupp Heynckes hatte angedeutet, dass Ballack am Freitag zum Rückrundenstart gegen Tabellenführer Borussia Dortmund nicht zur Startformation der Leverkusener gehören wird. Ob der Mittelfeldspieler überhaupt zum Aufgebot zählt, ist derzeit unklar.

Erst wenn er bei Bayer wieder regelmäßig spiele, werde er sich auch wieder verstärkt mit der Nationalmannschaft beschäftigen, so Ballack. Deshalb wollte er über den Streit um die Kapitänsbinde in der Nationalmannschaft mit WM-Spielführer Philipp Lahm auch nicht mehr großartig sprechen. "Was die ganze Angelegenheit betrifft, ist doch alles gesagt worden - spätestens seit der Bundestrainer sich dazu geäußert hat. Ich möchte nicht jedes Mal etwas kommentieren. Damit sollte man das auch belassen. Wir tun alle gut daran, das nicht immer wieder zu thematisieren. Ich will es jedenfalls nicht. Denn eins ist doch nicht zu übersehen: Die Mannschaft funktioniert und ist intakt." Zudem habe er mit Lahm dieses Thema erörtert: "Wir haben vor einigen Wochen miteinander gesprochen. Aber das sind Dinge, die unter uns bleiben."

© SID

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