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14.01.2007

10:06 Uhr

Fußball Nationalmannschaft

Hoeneß rät Löw zu härterer Gangart

An eine Wiederholung des deutschen WM-Märchens ist laut Uli Hoeneß nicht zu denken. Auch bei seinem eigenen Klub müsse man ausbleibenden Erfolg gegebenenfalls "ehrlich ansprechen", so der Manager von Bayern München.

Rosarot sieht Bayern-Manager Uli Hoeneß die nähere Zukunft der Nationalelf trotz der berauschenden WM 2006 nicht. "Das, was im Jahr 2006 passiert ist, ist nicht wiederholbar. Und das, was sich bereits beim Unentschieden in Zypern angedeutet hat, zeigt, dass es in Zukunft auch schwerer werden kann", sagte Hoeneß in einem Interwiew in Bild am Sonntag.

Hoeneß riet deshalb Bundestrainer Joachim Löw zu mehr Konsequenz. "Jogi Löw muss nun aufpassen. Ich rate ihm, die Dinge kritischer anzufassen. Man darf die Spieler nicht nur in Watte packen. Sonst kommt schon bald eine Phase der Ernüchterung. Da muss man die Dinge nun richtig ansprechen", meinte der frühere Nationalspieler.

Auch beim FC Bayern will Hoeneß künftig eine wesentlich härtere Gangart einschlagen. "Immer soll die Sonne scheinen. Aber in Zukunft regnet es auch mal, wenn die Leistung nicht stimmt", kündigte der Manager an und nahm sich Bastian Schweinsteiger ("Dem wurde zu viel Puderzucker in den Hintern geblasen") und Roque Santa Cruz ("Er ist zurzeit kein guter Spieler") schon einmal vor.

"Haben das größere Potenzial"

Es sei ein Problem des FC Bayern, "dass wir uns in den letzten zwei, drei Jahren alle zu sehr in den Armen gelegen sind. Aber jetzt, wo wir Gefahr laufen, kurzfristig keinen Erfolg zu haben, müssen wir das auch ehrlich ansprechen."

Mittel- oder langfristig sieht Hoeneß aber keine Gefahr, dass der FC Bayern auf Bremen oder Schalke Boden verlieren könnte: "Weil wir das viel größere Potenzial haben und die viel größere wirtschaftliche Kraft haben."

© SID

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