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03.01.2011

15:19 Uhr

Fußball Nationalmannschaft

Lahm: "WM im Sommer nicht vorstellbar"

Gegen die Austragung im Sommer der WM 2022 in Katar haben sich die Nationalspieler Philipp Lahm und Thomas Müller ausgesprochen. Sie plädieren für eine Verlegung in den Winter.

Philipp Lahm ist froh 2022 nicht mehr als Aktiver dabei zu sein. Foto: SID Images/pixathlon SID

Philipp Lahm ist froh 2022 nicht mehr als Aktiver dabei zu sein. Foto: SID Images/pixathlon

Die beiden deutschen Nationalspieler Philipp Lahm und Thomas Müller haben sich klar gegen eine Austragung der Weltmeisterschaft 2022 in Katar im Sommer ausgesprochen. "Im Sommer bei diesen Temperaturen zu spielen, ist absolut grenzwertig", sagte WM-Torschützenkönig Müller, der sich derzeit mit Bayern München im Trainingslager in Katar auf die Bundesliga-Rückrunde vorbereitet.

"Ich bin froh, dass ich dann als Aktiver nicht mehr spielen muss. Im Sommer bei über 40 Grad macht das nicht wirklich Spaß und ist nicht vorstellbar", sagte der 27 Jahre alte Lahm. Mit der Nationalmannschaft habe er im Juni 2009 in Dubai gespielt: "Da waren es noch am späten Abend über 40 Grad, dazu war die Luftfeuchtigkeit sehr hoch. Das war sehr, sehr anstrengend und der Wahnsinn."

Lahm und Müller für Verlegung in den Winter

Sowohl Lahm als auch Müller plädieren deshalb für eine Verlegung in den Winter. Derzeit herrschen in Doha Temperaturen um die 25 Grad, im Sommer kann es im Emirat am Persischen Golf dagegen über 50 Grad heiß werden.

Deshalb hatte schon "Kaiser" Franz Beckenbauer mehrmals eine Verschiebung des Turniers in die Wintermonate gefordert. Und selbst Fifa-Präsident Joseph S. Blatter sprach sich zuletzt erstmals für diese Idee aus. "Ich unterstütze definitiv die Pläne, hier im Winter zu spielen. Es sollte bei angemessenen Temperaturen gespielt werden, dabei denke ich vor allem an die Fußballer", sagte Blatter.

Dazu müsste aber bis 2022 der internationale Spielkalender angepasst werden. Doch auch in diesem Punkt glaubt Blatter an eine Lösung: "Wenn man es wirklich will, sollte es möglich sein. In elfeinhalb Jahren sollte man das regeln können."

© SID

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