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05.01.2010

13:47 Uhr

Fußball Nationalmannschaft

Löw hat Kroos für die WM auf dem Zettel

Toni Kroos darf sich nach der starken Bundesliga-Hinrunde Hoffnungen auf die WM machen. Bundestrainer Joachim Löw bescheinigte dem Youngster eine großartige Entwicklung.

Toni Kroos befindet sich im Höhenflug. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Toni Kroos befindet sich im Höhenflug. Foto: Bongarts/Getty Images

Jungstar Toni Kroos von Herbstmeister Bayer Leverkusen darf sich nach seiner starken Hinrunde Hoffnungen auf eine Teilnahme an der Fußball-WM 2010 in Südafrika machen. "Da warte ich noch die Rückrunde ab. Klar ist: Wir haben seine guten Leistungen aus der Hinrunde und in der U-21-Nationalmannschaft registriert. Er hat sich großartig entwickelt. Ob es für ihn für Südafrika reicht, werden wir sehen", sagte Bundestrainer Joachim Löw in einem Interview mit dem Express.

Der von Rekordmeister Bayern München an Leverkusen ausgeliehene Kroos hat sich nach dem Ausfall von Renato Augusto bei Bayer vom Rohdiamanten zu einem absoluten Führungsspieler entwickelt. Sechs Tore hat der am Montag 20 Jahre alt gewordene Kroos in der Hinrunde erzielt, im Leverkusener Spiel ist er kaum mehr wegzudenken. Die Bayern erwarten Kroos im Sommer zurück an der Isar, Leverkusen will das Tauziehen um das Super-Talent dagegen für sich entscheiden.

Podolski steht nicht zur Diskussion

Lukas Podolski muss sich trotz seiner unbefriedigenden Hinrunde beim 1. FC Köln derweil keine Gedanken um die WM-Teilnahme machen. Löw wird den Stürmer, der in der laufenden Saison in 15 Spielen nur ein Tor erzielte, nicht fallen lassen.

"Seine Torquote bei uns ist beachtlich. In der Nationalmannschaft spielt er fast immer gut. Auch gegen starke Mannschaften zeigt er überhaupt keine Hemmungen und bringt hervorragende Leistungen. Er steht als Nationalspieler deshalb außerhalb jeglicher Diskussion", sagte Löw.

Gute Nachrichten erhielt Löw am Dienstag von Nachwuchstalent Joel Matip vom Bundesligisten Schalke 04. Nachdem der 18-Jährige überraschend von Kameruns Nationaltrainer Paul Le Guen in das Aufgebot für den Afrika-Cup (10. bis 31. Januar) berufen worden war, hat sich eine Teilnahme Matips am Kontinentalturnier zerschlagen. Zum einen sollen wichtige Einreise-Dokumente fehlen, zum anderen soll Matip keine Freigabe seines Vereins Schalke 04 erhalten haben.

Auch der vom nigerianischen Fußball-Verband umworbene deutsche U21-Europameister Dennis Aogo sieht seine sportliche Zukunft eher im DFB-Trikot. "Ich habe in der Winterpause mit meiner Familie die Situation besprochen und weiß, dass der Weg eher über Deutschland geht. Klar ist, dass ich lieber für Deutschland spiele", sagte der Linksverteidiger vom Bundesligisten Hamburger SV der Bild-Zeitung, der laut Fifa-Statuten für Nigeria an der WM teilnehmen könnte.

Quartier als gutes Omen?

Unterdessen nehmen die Planungen für die unmittelbare WM-Vorbereitung der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) konkrete Formen an. So will Löw die Nationalspieler im Wellnesshotel "Weinegg" in Südtirol fit für den WM-Titel machen. Löw und Teammanager Oliver Bierhoff entschieden sich nach Informationen der Bild-Zeitung nach monatelanger Suche für das 5-Sterne-Hotel und gegen ein Quartier am Kalterer See, wo einst Franz Beckenbauer die Nationalmannschaft auf den WM-Titel 1990 vorbereitete.

Für das Hotel unweit von Bozen sprach offenbar vor allem die kurze Anreise zu den Trainingsplätzen. Die unmittelbare WM-Vorbereitung der DFB-Auswahl beginnt drei oder vier Tage nach dem Bundesliga-Finale (8. Mai 2010). Zum Auftakt soll das geplante DFB-Benefizspiel in Aachen stattfinden. Gegner könnte Malta sein.

Danach werden die Nationalspieler dann wie vor der EM 2008 in Österreich und der Schweiz mit ihren Frauen und Freundinnen gen Süden in ein Regenerationstrainingslager aufbrechen. Im Gespräch sind Sardinien und Mallorca. Danach geht es für den WM-Tross in das Trainingslager nach Südtirol.

© SID

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