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03.01.2010

12:35 Uhr

Fußball Nationalmannschaft

Löw sieht noch Gesprächsbedarf

Bevor Joachim Löw seine Vertragsverlängerung unterschreibt, sieht der Bundestrainer noch Gesprächsbedarf. Für Kevin Kuranyi wird es unter dem 49-Jährigen kein Comeback geben.

Bundestrainer Joachim Löw. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Bundestrainer Joachim Löw. Foto: Bongarts/Getty Images

Bundestrainer Joachim Löw knüpft seine per Handschlag vereinbarte Vertragsverlängerung bis 2012 an klare Forderungen und hat für die Zukunft große Visionen. "Fakt ist, dass ich Verantwortung für das Trainerteam habe, das bestimmte Vorstellungen und Wünsche hat. Ich werde deshalb der Letzte sein, der diesen Vertrag unterschreibt. Denn ich möchte gewährleistet haben, dass wir unter den bisherigen Voraussetzungen weiterarbeiten können, auf jeden Fall mit der einen oder anderen Verbesserung", sagte Löw der Welt am Sonntag. Vor der Unterzeichung sieht er noch einigen Gesprächsbedarf.

In puncto Motivation und Energie hatte Löw ("Ich bekenne mich zum DFB") bezüglich der anstehenden Vertragsverlängerung nie Zweifel. "Aber das ist das eine. Das andere sind neue Ziele, die wir brauchen, Visionen. Darüber habe ich nachgedacht und dahingehend gibt es einiges zu besprechen", sagte der 49-Jährige, der Silvester mit seiner Frau in Kampen auf Sylt verbrachte.

Kurz vor Weihnachten hatte DFB-Präsident Theo Zwanziger bereits angekündigt, Löw sämtliche Forderungen zu erfüllen. So soll der Zugriff auf die U21 künftig allein dem Bundestrainer obliegen - auch, um die Unstimmigkeiten und den Kompetenzstreit mit Sportdirektor Matthias Sammer endgültig zu unterbinden.

Tür für Kuranyi bleibt geschlossen

Löw machte im Wams-Interview zudem deutlich, dass es in seiner Amtszeit kein Nationalmannschafts-Comeback von Stürmer Kevin Kuranyi geben wird. Löw: "Da gibt es eine klare Linie, von der ich nicht abweichen werde." Kuranyi war im Oktober 2008 aus der Nationalelf verbannt worden, nachdem er die Mannschaft während des WM-Qualifikationsspiels gegen Russland in Dortmund verlassen hatte, weil er auf der Tribüne hatte Platz nehmen müssen.

Der Angreifer von Schalke 04 hatte zuletzt wiederholt geäußert, dass er sich eine zweite Chance im Team des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wünsche. Nach der Hinrunde steht Kuranyi mit acht Saisontreffern in der Bundesliga-Torschützenliste gemeinsam mit Mario Gomez (Bayern München) an dritter Position.

© SID

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