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10.11.2015

00:34 Uhr

Fußball-Nationalmannschaft

Neue Trikots für die EM in Frankreich

Klassisch in weiß-schwarz will sich die deutsche Fußball-Nationalmannschaft den EM-Titel in Frankreich erspielen. Die neuen Trikots wurden in Berlin vorgestellt. Neu ist ein „Erfolgscode“ auf der Vorderseite.

Die Fußballnationalspieler Emre Can, Lukas Podolski und Jonas Hector (von links) bei der Trikot-Präsentation des DFB-Ausrüsters Adidas im neuen Trikots der deutschen Nationalmannschaft für die EM 2016 in Frankreich. dpa

Deutsche Nationalmannschaft

Die Fußballnationalspieler Emre Can, Lukas Podolski und Jonas Hector (von links) bei der Trikot-Präsentation des DFB-Ausrüsters Adidas im neuen Trikots der deutschen Nationalmannschaft für die EM 2016 in Frankreich.

BerlinWeiße Hemden, schwarze Hosen und schwarze Stutzen - die deutsche Fußball-Nationalmannschaft wird bei der Europameisterschaft ganz klassisch auftreten. Die neuen Trikots für die Europameisterschaft 2016, die am Montagabend bei einer Show des DFB-Ausrüsters Adidas in Berlin präsentiert wurden, erinnern an das Outfit der ersten deutschen Weltmeister 1954 um Fritz Walter. „Das Trikot sieht nach Erfolg aus, die klassischen Farben passen perfekt zusammen“, übermittelte DFB-Kapitän Bastian Schweinsteiger.

Bei einer Show mit dem Pandamasken-Rapper Cro präsentierten Weltmeister Lukas Podolski sowie seine Nationalmannschafts-Kollegen Jonas Hector und Emre Can die neuen Trikots mit einem „Erfolgscode“ auf der Vorderseite. Die Balken-Grafik repräsentiert die vier WM-Titel und die drei EM-Erfolge, auf den Ärmeln sind die Jahreszahlen der deutschen Triumphe eingearbeitet.

DFB-Affäre um WM 2006

16. Oktober

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) räumt in einer Pressemitteilung Ungereimtheiten rund um eine Zahlung in Höhe von 6,7 Millionen Euro an den Weltverband Fifa ein.

Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtet, dass für den Zuschlag der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 Geld aus einer schwarzen Kasse des Bewerbungskomitees geflossen sei, um damit vier entscheidende Stimmen im Fifa-Exekutivkomitee zu kaufen. Das Geld soll vom ehemaligen Adidas-Boss Robert Louis-Dreyfus gekommen sein. Der DFB weist den „Spiegel“-Bericht als haltlos zurück.

17. Oktober

Erstmals äußert sich DFB-Präsident Wolfgang Niersbach zu den Vorwürfen: „Ich kann versichern, dass es im Zusammenhang mit der Bewerbung und Vergabe der WM 2006 definitiv keine schwarzen Kassen beim DFB, dem Bewerbungskomitee noch dem späteren Organisationskomitee gegeben hat.“

18. Oktober

Franz Beckenbauer meldet sich zu Wort und dementiert den „Spiegel“-Bericht: „Ich habe niemandem Geld zukommen lassen, um Stimmen für die Vergabe der Fußballweltmeisterschaft 2006 nach Deutschland zu akquirieren. Und ich bin sicher, dass dies auch kein anderes Mitglied des Bewerbungskomitees getan hat.“

19. Oktober

Die Staatsanwaltschaft prüft einen Anfangsverdacht für ein Ermittlungsverfahren. Als mögliche Tatbestände nennt eine Sprecherin Betrug, Untreue oder Korruption.

Niersbach weist die Korruptionsvorwürfe erneut vehement zurück, räumt aber erstmals „den einen offenen Punkt“ ein: „Dass man die Frage stellen muss, (...) wofür diese Überweisungen der 6,7 Millionen verwendet wurden.“

Ex-DFB-Boss Theo Zwanziger äußert Zweifel an der internen Aufarbeitung des DFB.

21. Oktober

Die DFB-Landesverbände fordern von Niersbach eine schnelle Aufklärung der Korruptionsvorwürfe.

22. Oktober

Niersbach tritt in Frankfurt sichtlich erschöpft vor die Presse und bringt nur wenig Licht ins Dunkel um die WM 2006.

23. Oktober

Das DFB-Präsidium stärkt Niersbach den Rücken, hält aber „strikt daran fest [...], dass lückenlos aufgeklärt wird.“

Zwanziger bezichtigt Niersbach der Lüge und berichtet im „Spiegel“ von der vermeintlichen Existenz einer schwarzen Kasse „in der deutschen WM-Bewerbung“. Es sei „ebenso klar, dass der heutige Präsident des DFB davon nicht erst seit ein paar Wochen weiß, wie er behauptet, sondern schon seit mindestens 2005“.

26. Oktober

Beckenbauer räumt in der Affäre erstmals einen „Fehler“ ein. Das Organisationskomitee hätte nicht auf einen Vorschlag der Fifa-Finanzkommission eingehen dürfen, um einen Finanzzuschuss zu bekommen, teilte der damalige OK-Präsident mit.

27. Oktober

Die vom DFB beauftragte Wirtschaftskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer erklärt, mit Ergebnissen in der Affäre sei nicht schnell zu rechnen.

28. Oktober

Zwanziger sagt vor den externen Ermittlern der Anwaltskanzlei aus: „Ich habe dort alle meine Dokumente vorgelegt, meine Anmerkungen und meine Einschätzungen präsentiert.“

3. November

Die Staatsanwaltschaft führt beim DFB in Frankfurt/Main eine Steuer-Razzia durch. Zudem durchsucht sie die Wohnungen von Niersbach, Zwanziger und dem ehemaligen DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt. Die Beamten ermitteln im Zusammenhang mit 6,7-Millionen-Euro-Zahlung wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung in einem besonders schweren Fall.

6. November

Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ veröffentlicht angeblich von Niersbach stammende handschriftliche Notizen auf einem Schreiben des WM-OK an die Fifa aus dem Jahr 2004. Diese sollen belegen, dass der heutige DFB-Präsident nicht erst in diesem Jahr von den umstrittenen Vorgängen Kenntnis hatte.

9. November

Nach einer Sitzung des DFB-Präsidiums und einem Treffen mit den Chefs der fünf Regional- und 21 Landesverbänden erklärt Wolfgang Niersbach seinen Rücktritt als Präsident des Deutschen Fußball-Bunds. Niersbach erklärt, er habe sich nichts vorzuwerfen und sieht sich mit vielen offenen Fragen konfrontiert. Umso schwerer sei ihm die Entscheidung gefallen, die politische Konsequenz daraus zu ziehen.

Schwarz-rot-goldene Details zieren den Saum. Für die Präsentation im Football Camp in Berliner Bezirk Wedding, einer früheren Reparaturwerkstatt der Berliner Verkehrsbetriebe, hatten 600 Fans bei Internetverlosungen Tickets gewonnen.

240 Tage vor dem EM-Endspiel wird das Team von Bundestrainer Joachim Löw das neue Trikot erstmals tragen, wenn es am Freitag im Pariser Finalstadion in einem Testspiel gegen EM-Gastgeber Frankreich geht. „Edel, zugleich klassisch und klar“ - damit stehe das Trikot auch dafür, wie die Fans die Mannschaft bei der EM in Frankreich erleben wollen, bemerkte Teammanager Oliver Bierhoff: „Zielstrebig, geradlinig, effizient.“

Podolski zum Rücktritt

„Ich hab Herrn Niersbach immer als sehr guten Präsidenten empfunden“

Podolski zum Rücktritt : „Ich hab Herrn Niersbach immer als sehr guten Präsidenten empfunden“

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dpa

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