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31.01.2007

13:47 Uhr

Fußball Spanien

Freude und Trauer wegen Ronaldo-Abgang

Presse, Profikollegen sowie Fans in Spanien und Italien reagieren sehr unterschiedlich auf den Wechsel des dreimaligen Weltfußballers Ronaldo von Real Madrid zum AC Mailand.

Der dreimalige Weltfußballer Ronaldo hat sich von Real Madrid verabschiedet und damit unterschiedliche Reaktionen bei Presse, Profikollegen und Fans hervorgerufen. Der 30 Jahre alte Brasilianer, der für 7,5 Mill. Euro zum AC Mailand wechselt, schmückte nicht, wie bei vergleichbaren Anlässen in der Vergangenheit üblich, alle Titelseiten, sondern wurde zum Teil trotzig in den Innenteil der Gazetten verbannt.

Von Titelgeschichte bis Randnotiz

Die ansonsten Real-besessene Sporttageszeitung Marca gab auf Seite eins Formel-1-Weltmeister Fernando Alsonso und dessen jüngsten Testfahrten den Vorzug. In allgemeinen Tageszeitungen verkümmerte der Abschied des WM-Rekordtorschützen teilweise zur Randnotiz. Nur das Sportblatt AS würdigte Ronaldo mit ausführlicher Analyse der Situation von Real und Reaktionen aus dem Umfeld.

"Ronaldo mit seiner Qualität und seinen Erfolgen in der Liga gehabt zu haben, war eine große Sache", sagte Ronaldos Landsmann Ronaldinho vom FC Barcelona. Marcos Assuncao von Betis Sevilla wurde noch deutlicher: "Der spanische Fußball hat viel verloren. Er ist der Beste der Welt, und Madrid wird ihn vermissen."

Die Meinung der Fans ist gespalten. Die Marca hatte 25 000 Real-Anhänger befragt. 54 Prozent sehen einen Fehler in Ronaldos Verkauf, 46 Prozent stützen die Entscheidung.

Kritik und Lob auch in Italien

Genauso zerrissen wie Spanien hieß Italien den Brasilianer willkommen. Die Gazzetta dello Sport schwärmte in höchsten Tönen und sieht in Ronaldo die Garantie zum Einzug in die Champions League. Corriere dello Sport hingegen kritisiert, dass der Transfer nicht mit der neuen Klubstrategie, künftig auf junge Spieler setzen zu wollen, übereinstimmt. Ronaldo gehöre zwar zweifellos zu den besten Spielern der Welt, doch zweifelt die Zeitung am Zustand des Nationalspielers. "Wie viel Ronaldo ist von ihm noch übrig geblieben?"

© SID

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