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04.01.2011

08:09 Uhr

Fußball Spanien

Mourinho meckert nach Reals Derby-Sieg

Trotz des 3:2-Sieges beim FC Getafe durch Tore von Ronaldo (2) und Mesut Özil ist Real Madrids Trainer Jose Mourinho unzufrieden: "Wir spielen normalerweise viel konzentrierter."

Cristiano Ronaldo (o.) war mal wieder nicht zu stoppen. Foto: SID Images/AFP/Pedro Armestre SID

Cristiano Ronaldo (o.) war mal wieder nicht zu stoppen. Foto: SID Images/AFP/Pedro Armestre

Ein Doppelpack von Cristiano Ronaldo, das Comeback von Kaka, ein Klasse-Tor von Mesut Özil: Die Stars des spanischen Rekordmeisters Real Madrid haben sich beim 3:2 beim FC Getafe eigentlich gut in Szene gesetzt. Doch es braucht mehr, um einen Jose Mourinho zufriedenzustellen. "Wir spielen normalerweise viel konzentrierter und kompakter. Wir haben dem Gegner zu viel Raum gelassen. Das hat mir überhaupt nicht gefallen", schimpfte der Startrainer nach dem Abpfiff.

Lediglich mit dem Ertrag konnte der Coach zufrieden sein. Dank des 14. Saisonsieges und des vierten Erfolges in Serie blieb sein Team bis auf zwei Punkte an Spitzenreiter FC Barcelona dran und darf weiter auf den Titel hoffen. "Das war heute ein schweres Stück Arbeit. Getafe war für uns schon immer ein hartes Pflaster", sagte Mittelfeldspieler Xabi Alonso. Mehrfach hatte sich Real in der Vergangenheit beim Stadtrivalen eine blutige Nase geholt.

Özil glänzt, Khedira eher unauffällig

Mit seinen Saisontoren Nummer 18 und 19 brachte Ronaldo den Favoriten auf die Siegerstraße. Den ersten Treffer erzielte der Portugiese per Strafstoß. Mit Treffer Nummer zwei zum 3:1 machte er alles klar. Zwischenzeitlich glänzte Özil mit dem Tor zum 2:0, als er erst den gegnerischen Keeper umkurvte und anschließend aus spitzem Winkel einnetzte. Der Ex-Stuttgarter Sami Khedira fiel nach seiner Einwechselung in der zweiten Halbzeit nicht sonderlich auf.

15 Minuten vor Schluss schlug die Stunde für Kaka. Der brasilianische Nationalspieler feierte nach knapp acht Monaten sein Comeback im Trikot des Rekordmeisters. Letztmals war er für die "Königlichen" am 8. Mai 2009 gegen Bilbao aufgelaufen. Trotz einer Knieverletzung hatte Kaka im Juni an der WM in Südafrika teilgenommen und musste anschließend operiert werden. Im August unterzog er sich in Antwerpen einem 30-minütigen Eingriff am Meniskus.

Özil trotz Kaka-Rückkehr ein Leistungsträger

"Ich bin sehr glücklich, weil es in den vergangenen Monaten einige Momente gab, an denen ich nicht mehr an meine Rückkehr geglaubt habe", sagte Kaka. Bei seinem Kurzauftritt gegen Getafe konnte der 28-Jährige keine besonderen Akzente setzen. "Das war klar. Ich muss jetzt erst einmal zu alter Konstanz finden."

Profiteur der Verletzung von Kaka war Özil. Erst als im August klar war, dass der Brasilianer mehrere Monate ausfallen würde, streckten die Madrilenen ihre Fühler nach dem 22-jährigen Özil aus und eisten den kleinen Ballzauberer für geschätzte 18 Mill. Euro von Pokalfinalist Werder Bremen los. Mittlerweile ist der gebürtige Gelsenkirchener dank starker Leistungen der Rolle des Kaka-Ersatzes längst entwachsen und bestätigte auch gegen Getafe wieder, dass er zu den Leistungsträgern im Team von Mourinho zählt.

© SID

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