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17.01.2007

12:56 Uhr

Fußball Spanien

Ronaldo kann Real nicht umsonst verlassen

Der spanische Rekordmeister Real Madrid will Ronaldo trotz Ausmusterung nicht ohne entsprechende Ablöse zum AC Mailand ziehen lassen. "Real hat nicht die Absicht, Ronaldo umsonst gehen zu lassen", erklärte der Präsident.

Obwohl sich Real Madrid bereits gegen Ronaldo entschieden hat, darf der Brasilianer nicht ohne Ablöse zum italienischen Renommierklub AC Mailand wechseln. "Real hat nicht die Absicht, Ronaldo umsonst gehen zu lassen", erklärte Madrids Präsident Ramon Calderon am Mittwoch zu Berichten italienischer Zeitungen über eine bereits erzielte Einigung des früheren Weltfußballers mit Milan: "Es gibt noch keine Einigung mit Real, also werden wir in den nächsten Tagen weiter verhandeln."

Den Medien-Informationen vom Apennin zufolge sollen sich Ronaldos Berater Fabiano Farah und Mailands Vizepräsident Adriano Galliani am vergangenen Dienstag auf einen Vertrag für den WM-Rekordtorschützen bei den Lombarden bis 2008 und ein Gehalt in der Größenordnung seines derzeitigen Verdienstes in Madrid zwischen 5,5 und 6,0 Mill. Euro pro Jahr verständigt haben. Galliani bestätigte am Mittwoch die Verhandlungen mit dem Lager Ronaldos und auch die finanziellen Details der Berichte.

Im Ablösepoker strebt Real, das 2002 an Milans Lokalrivalen eine Transfersumme von 45 Mill. Euro für "Il Fenomeno"überwiesen hatte, möglicherweise auch ein Tauschgeschäft an. Angeblich sind die Madrilenen stark an Milans Star Kaka interessiert, den die Lombarden allerdings bislang nicht ziehen lassen wollen.

Eine zu hohe Ablöse für Ronaldo wiederum würde sich für Champions-League-Achtelfinalist Mailand nicht rechnen, da der 30-Jährige zumindest in der laufenden Saison aufgrund seiner bereits erfolgten Einsätze für Real nicht mehr in der europäischen "Königsklasse" spielen dürfte.

Ein Trumpf für Madrid sind allerdings weitere Interessenten für den Weltmeister von 2002. Denn auch Italiens Rekordmeister Juventus Turin sowie der US-Klub Red Bull New York und der saudische Verein Al Ittihad haben signalisiert, Ronaldo aus seinem noch bis 2008 laufenden Vertrag bei Real herauskaufen zu wollen.

Interesse bekundete am Mittwoch auch der türkische Rekordmeister Fenerbahce Istanbul, bei dem Ronaldos Landsmann Zico als Trainer tätig ist. Angeblich will Fenerbahce Ronaldo ausleihen. Zudem soll beim Tabellenführer, Ex-Klub von Trainer Christoph Daum, auch Ronaldos Real-Teamkollege Roberto Carlos auf der Wunschliste stehen.

© SID

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