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09.01.2009

08:49 Uhr

Fußball-Sponsoring

Bundesligisten rüsten sich fürs große Feilschen

VonHolger Rehm (Sponsors)

Es geht um rund 90 Millionen Euro: In den nächsten zwei Spielzeiten müssen viele Bundesliga-Vereine ihre auslaufende Sponsoring-Verträge neu verhandeln. Trotz der Wirtschaftskrise müssen sich zumindest die großen Vereine um Interessenten wenig Sorgen machen.

Bald mit neuem Sponsor: Bremens Torsten Frings und seine Mannschaft. Foto: AP ap

Bald mit neuem Sponsor: Bremens Torsten Frings und seine Mannschaft. Foto: AP

HAMBURG. Oliver Rau konnte sich zu Weihnachten beruhigt zurücklehnen: Der Marketingleiter von Werder Bremen hatte den neuen Ausrüstungsvertrag mit dem amerikanischen Sportartikel-Hersteller Nike unter Dach und Fach gebracht. Den Norddeutschen bringt die Kooperation mit dem US-Giganten über fünf Jahre 20 Mio. Euro - das sind vier Mio. Euro jährlich.

Werder Bremen hat gut verhandelt - anderen Vereinen steht das Feilschen noch bevor. Die Bundesligaklubs und Vermarkter haben derzeit alle Hände voll zu tun: 13 Verträge mit Hauptsponsoren oder Ausrüstern laufen am Ende dieser Saison aus. Acht weitere kommen 2010 hinzu. In den nächsten zwei Spielzeiten geht es damit um Vermarktungsgelder in Höhe von rund 90 Mio. Euro - und das mitten in der Wirtschaftskrise.

Die großen Vereinen müssen sich um Interessenten keine Sorgen machen. In Bremen war beispielsweise auch der jetzige Ausrüster Kappa gewillt, den bisher auf 1,6 Mio. Euro dotierten Kontrakt zu verlängern. Doch mit den Nike-Millionen konnten die Italiener nicht mithalten. "Bei Kappa müssen die Sponsoren zur Marke passen - und das zu wirtschaftlich vertretbaren Konditionen", sagt Tobias Blick, Marketingleiter von Kappa Deutschland.

Der Ausstieg in Bremen muss jedoch keinesfalls bedeuten, dass der Sportausrüster komplett aus der Bundesliga verschwindet. So laufen auch in Dortmund und Wolfsburg die Ausrüsterverträge zum Ende der Saison aus. Beide Teams tragen derzeit noch Nike-Jerseys. Branchenkenner gehen aber davon aus, dass Nike die fünf Mio. Euro teure Partnerschaft mit den Borussen nicht mehr fortführen möchte, zumindest nicht zu den bestehenden Konditionen. Deshalb gelten in Dortmund derzeit Kappa und Under Armour als aussichtsreiche Nachfolger.

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