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11.09.2014

12:11 Uhr

Fußball

Transferkracher vor Debüt in der Bundesliga

Die Fußball-Bundesligisten haben kurz vor dem Ende der Wechselfrist einige attraktive Transfers getätigt. Kagawa, Holtby und Benatia sind die prominentesten Spieler. Am Wochenende könnten sie erstmals spielen.

Der verlorene Sohn

Kagawa-Comeback schon am Samstag?

Der verlorene Sohn: Kagawa-Comeback schon am Samstag?

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BerlinSchon beim ersten Training von Shinji Kagawa herrschte im fußballverrückten Dortmund beinahe der Ausnahmezustand. Im Spiel gegen den SC Freiburg soll der für acht Millionen Euro von Manchester United zurückgeholte Japaner erstmals seit zwei Jahren wieder im Mittelfeld der Borussia Regie führen.

Kagawa ist indes nicht der einzige spektakuläre Last-Minute-Transfer, der am 3. Spieltag der Bundesliga besonders im Fokus steht. Auch Lewis Holtby beim Hamburger SV, Mehdi Benatia beim FC Bayern München oder Salomon Kalou bei Hertha BSC dürften am Wochenende ihren Einstand geben.

Kagawa ist nach den beiden Meisterschaften 2011 und 2012 in Dortmund immer noch ein Volksheld. Bei den Schwarz-Gelben ist die Freude groß, den kleinen, wendigen Mittelfeldspieler zurück ins Revier geholt zu haben. „Es ist wahnsinnig toll, dass er wieder da ist“, meinte BVB-Trainer Jürgen Klopp.

Diese Spieler verstärken die Bundesliga (1)

FC Bayern München

Mit den späten Transfers von Alonso und Benatia reagierte der Rekordmeister auf die Verletzungsmisere, hinzu kam Talent Kurt. Mit Lewandowski und Rode war sich München früh einig.

Borussia Dortmund

Durch den Transfer von Rückkehrer Kagawa stellte der BVB für sechs externe Neuzugänge (u.a. Ginter, Immobile, Ramos) mit rund 53 Millionen Euro einen internen Ablöse-Rekord auf.

FC Schalke 04

Sam, Choupo-Moting und der zuletzt ausgeliehene Aogo sind die großen Transfers. Die Einnahmen übersteigen nach den Abgängen (u.a. Szalai, Papadopoulos) dennoch die Ausgaben.

Bayer Leverkusen

Bayers Königstransfer ist Calhanoglu, für den die interne Rekord-Ablöse von 14,5 Millionen Euro an den HSV überwiesen wurde. Der letzte namhafte Zugang war der ausgeliehene Papadopoulos.

VfL Wolfsburg

Kurz vor Schluss ist Manager Allofs in Medojevic und Scheidhauer noch Reservisten losgeworden. Auch Abwehrmann Klose könnte noch gehen – aber nur, wenn es kurzfristig Ersatz gibt.

Borussia Mönchengladbach

Die Personalplanungen waren früh abgeschlossen. Die Neuzugänge Torwart Sommer und die Offensivspieler Hahn sowie Traore zählen bereits zu den Leistungsträgern.

FSV Mainz 05

Mainz wurde kurz vor dem Ende der Transferperiode zum Großeinkäufer. Gleich fünf neue Spieler wurden geholt. Der neue Coach Hjulmand muss nun im laufenden Betrieb ein neues Team bauen.

FC Augsburg

Mit Ostrzolek, Hahn und Vogt gingen drei Stammspieler. Die Offensivspieler Matavz, Parker sowie Feulner sollen das Team verstärken. Nach dem Baba-Wechsel sind keine Transfers mehr geplant.

1899 Hoffenheim

Bei den Hoffenheimern herrschte zu Transferschluss Ruhe. Lediglich der Schweizer Zuber kam aus Russland. Zuvor wurden bereits Baumann, Bicakcic, Schwegler und Szalai verpflichtet.

Er schätzt an Kagawa auch dessen Naturell: „Er verbreitet einfach gute Laune - auch wenn manche Physios zum ersten Mal seine Stimme gehört haben, da er damals kaum gesprochen hat.“ Nach dem Ausfall von Marco Reus steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Kagawa am Samstag gegen den Sportclub auflaufen wird.

Kagawa, den Manchester United vor zwei Jahren für 16 Millionen Euro gekauft hatte, kam in seinen zwei Spielzeiten für den englischen Rekordmeister nur zu 14 Pflichtspieleinsätzen über die volle Zeit. In Dortmund soll der 25-Jährige wieder sein großes Potenzial entfalten. Man habe ihm „die Erleichterung angesehen“, sagte Mitspieler Sebastian Kehl, „Shinji wird jetzt wieder neues Selbstvertrauen bekommen.“

Daran wird es Lewis Holtby nicht mangeln. Der extrovertierte Ex-Schalker, der in den ersten HSV-Trainingseinheiten bereits sehr auffällig agierte, sieht seine wenig erfolgreiche Zeit in der englischen Premier League bei Tottenham Hotspur und dem FC Fulham nicht als Karriere-Knick an. Auf die neue Aufgabe bei den nur knapp dem Abstieg entronnenen Hamburgern habe er „einfach richtig Bock“.

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