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19.01.2007

17:42 Uhr

Fußball Uefa-Cup

Feyenoord aus dem Uefa-Cup geworfen

Die Europäische Fußball-Union hat den niederländischen Ehrendivisionär Feyenoord Rotterdam aus dem Uefa-Cup ausgeschlossen. Damit wurde der Traditionsklub für die Ausschreitungen seiner Anhänger beim AS Nancy bestraft.

Für den niederländischen Ehrendivisionär Feyenoord Rotterdam ist die Teilnahme am Uefa-Pokal trotz sportlicher Qualifikation für die erste K.o.-Runde beendet. Der Klub wurde nach den schweren Ausschreitungen seiner Anhänger im Uefa-Cup-Spiel beim französischen Vertreter AS Nancy (0:3) aus dem Wettbewerb ausgeschlossen. Dies gab die Europäische Fußball-Union am Freitag bekannt. Rotterdam hatte die Gruppenphase trotz der Pleite in Nancy überstanden und sollte in der Runde der letzten 32 gegen Tottenham Hotspur aus England antreten.

Am 30. November 2006 hatten Feyenoord-Hooligans in der Innenstadt von Nancy randaliert und sich anschließend im Stadion eine gewalttätige Auseinandersetzung mit der Polizei geliefert. Das Spiel musste für eine halbe Stunde unterbrochen werden. Ursprünglich hatte die Uefa Feyenoord zu 200 000 Schweizer Franken Geldstrafe und zwei Heimspielen unter Ausschluss der Öffentlichkeit verurteilt. Die Geldstrafe wurde nun halbiert, dafür muss Feyenoord für die in Nancy entstandenen Sachschäden aufkommen.

"Das ist ein Schlag ins Gesicht, der enorme sportliche und finanzielle Konsequenzen für uns haben wird", sagte Geschäftsführer Onno Jacobs. Ein Vorstandsmitglied hatte zuvor bereits befürchtet, die neuerlichen Ausschreitungen könnten den Traditionsverein einmal zugrunde richten: "Es ist nicht sicher, dass der Klub diesen Skandal überlebt."

Wer den Platz von Feyenoord einnehmen wird, wurde von der Uefa noch nicht bekannt gegeben. Theoretisch könnte der Vierte der Gruppe E, Wisla Krakau, aufrücken. Denkbar ist auch, dass Tottenham kampflos eine Runde weiterkommt.

© SID

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