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16.02.2006

20:26 Uhr

Fußball Uefa-Cup

HSV kassiert 0:1-Niederlage beim FC Thun

Der Hamburger SV hat im Hinspiel der Uefa-Cup-Zwischenrunde beim Schweizer Vertreter FC Thun eine 0:1-Niederlage hinnehmen müssen. Das Tor für die Eidgenossen erzielte der Brasilianer Adriano in der 30. Spielminute.

Der Hamburger SV hat seine Auswärtsmisere 2006 auch im Uefa-Cup-Spiel beim FC Thun fortgesetzt. Die Hanseaten stehen nach der 0:1 (0:1)-Niederlage bei den Schweizern nun im Rückspiel am kommenden Donnerstag (18.30 Uhr/live im DSF) vor einer schweren Aufgabe, um doch noch ins Achtelfinale einzuziehen und eine Blamage zu vermeiden. Der Brasilianer Adriano (30.) brachte die Gastgeber mit seinem ersten Torschuss nach einem schweren Fehler von Raphael Wicky in Führung.

Wie bereits in den verlorenenen Bundesligapartien in Nürnberg und Hannover fehlten den Hanseaten gegen eine massiv stehende Abwehr die Ideen und die Durchschlagskraft im Angriff. Das Fehlen des noch verletzten Regisseurs Rafael van der Vaart machte sich erneut bemerkbar, das Selbstvertrauen und die Spielfreude der Hinrunde sind auswärts Verkrampfung und Unsicherheit gewichen.

Dazu kam dann noch Pech, als der vermeintliche Ausgleich durch Daniel van Buyten in der 70. Minute wegen einer angeblichen Abseitsstellung von Vorbereiter Sergej Barbarez zu Unrecht nicht anerkannt wurde. Auf der anderen Seite traf Nelso Ferreira (75.) mit dem zweiten gefährlichen Schuss der Thuner nur die Latte.

Ausgerechnet Wicky unterlief vor 18 354 Zuschauern im Stade de Suisse in Bern der folgenschwerer Fehlpass auf Thuns Stürmer Omar Faye, der den freistehenden Adriano bediente. Gegen dessen Schuss unter die Torlatte war HSV-Schlussmann Stefan Wächter chancenlos.

Wicky wurde damit im sportlichen Sinne zur "tragischen Figur" eines rundum missglückten Abends. Der 28-Jährige hatte gerade erst wieder seine Stammposition im defensiven Mitteldfeld vom niederländischen Neuzugang Nigel de Jong zurückerobert und wurde im Stade de Suisse von zahlreichen Freunden und Verwandten angefeuert.

Der Treffer war der erste Torschuss der Gastgeber in der Partie überhaupt, die die Hanseaten bis dahin kontrollierten. Trotz deutlicher Vorteile im Ballbesitz aber blieben klare Torgelegenheiten für den Bundesliga-Tabellenzweiten zunächst aus. Das Team hielt sich an die von Doll verordnete "kontrollierte Offensive". "Wir werden nicht auf Teufel komm raus stürmen und Konterchancen anbieten", erklärte der Coach seine Marschroute, die bis zum überraschenden Rückstand aufgegangen war.

Bereits in der zweiten Minute konnte sich David Jarolim auf der linken Seite durchsetzen, seine Flanke fand in der Mitte aber keinen Abnehmer. Ein Fernschuss von Pjotr Trochowski (8.) strich am Tor vorbei. Nach dem Gegentor war den Hamburgern Verunsicherung anzumerken, im Spielaufbau kam es zu Fehlpässen.

Im zweiten Durchgang wurde die optische Überlegenheit der Gäste noch größer, doch heraus kamen dabei nur wenige "Halbchancen". Thun lauerte nur auf Konter, blieb dabei aber gefährlich.

© SID

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