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26.01.2007

16:24 Uhr

Fußball Uefa

Platini: "Fußball-Familie muss an einen Tisch"

Nach der Wahl zum Präsidenten der Europäischen Fußball-Union (Uefa) sprach Michel Platini mit dem Sport-Informations-Dienst (sid) über seine Gefühle und seine Ziele.

Auf dem Xxxi. Ordentlichen Kongress der Europäischen Fußball-Union (Uefa) im Kongress-Zentrum der Düsseldorfer Messe ist Michel Platini mit 27:23 Stimmen (zwei ungültige Stimmen) bereits im ersten Wahlgang zum neuen Uefa-Präsidenten gewählt worden. Nach dem Wahlsieg sprach der 51-Jährige mit dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Frage: "Michel Platini, was sagen Sie zu den Äußerungen des DFB-Präsidenten Theo Zwanziger, der meinte, Sie seien von Ländern gewählt worden, die keine 100 Einwohner haben?"

Michel Platini: "Demokratie ist so. Ich denke aber, auch von großen Ländern gewählt worden zu sein. Im Übrigen ist Herr Zwanziger für seine Aussagen selbst verantwortlich."

Frage: "Befürchten Sie jetzt eine Spaltung der Uefa?"

Platini: "Ich bin nicht der Präsident von 27 Verbänden, sondern von 53. Die gesamte Fußball-Familie muss sich an einen Tisch setzen: Verbände, Ligen, Vereine, Spieler. Es kann nicht sein, dass Meinungsverschiedenheiten vor Gericht ausgetragen werden."

Frage: "Was wird ihre erste Entscheidung sein?"

Platini: "Ich möchte ab 2009 die Champions League anders orientieren und es mehr Verbänden ermöglichen, an ihr teilzunehmen."

Frage: "War der Sieg wichtiger als der Gewinn der Europameisterschaft oder der Champions League?"

Platini: "Er war schwieriger. Auf dem Feld haben wir elf gegen elf gespielt, aber im Exekutiv-Komitee war das Kräfteverhältnis unausgeglichen. Trotzdem wusste ich heute morgen, dass ich mindestens 26 Stimmen erhalten würde."

Frage: "Wie stehen Sie zu einer Aufstockung der Europameisterschaft auf 24 Teilnehmer?"

Platini: "Die Frage darf nicht losgelöst von den Qualifikationsspielen gesehen werden, die für manche Länder ja wichtiger sind als das eigentliche Turnier. Warten wir die Machbarkeitsstudie ab."

© SID

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