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06.03.2006

11:04 Uhr

Fußball WM

15 000 Volunteers empfangen Gäste bei der WM

Insgesamt 15 000 Freiwillige werden unter den 50 000 Bewerbern für das Volunteer-Programm der WM 2006 ausgesucht. Dabei fordert die Fan- und Gästebetreuung den größten Arbeitseinsatz mit 5 300 Helfern.

15 000 Volunteers werden in Deutschland während der Weltmeisterschaft 2006 für die Belange der Gäste, Mannschaften und Journalisten im Einsatz sein. Über einen schlechten Zuspruch können sich die Organisatoren des Volunteer-Programms wahrlich nicht beschweren: Über 50 000 Bewerbungen trafen bereits in Frankfurt ein. Jeder dritte freiwilliger Helfer, rund 5 300, wird unmittelbar in der Fan- und Gästebetreuung zum Einsatz kommen.

Volunteers als Aushängeschild der WM

Ein Drittel der Bewerber sind weiblich. 64 Prozent sind jünger als 30 Jahre, aber unter den 50 000 Bewerbern sind auch 2000 Rentner. Das Volunteer-Programm füllt schon jetzt das WM-Motto "Die Welt zu Gast bei Freunden" mit Leben, da die Bewerbungen nicht nur aus Deutschland, sondern aus aller Welt eingetroffen sind.

Die ausländischen Bewerber kommen aus insgesamt 168 verschiedenen Nationen aller Kontinente - von A wie Aruba bis Z wie Zypern. Jeder fünfte Bewerber ist Ausländer. Bei den Herkunftsländern stellt Brasilien neben Deutschland mit 1 500 die größte Gruppe der Bewerber.

Begrüßung der Gäste in Hindu

Auf die Gäste aus aller Welt sind die Volunteers gut vorbereitet. Dafür sorgen die umfassenden Sprachkenntnisse unter den Bewerbern. Mehr als 45 verschiedene Sprachen sind abgedeckt, darunter Hindu, Koreanisch oder Japanisch.

"Man muss sich das einmal vorstellen", sagte Franz Beckenbauer, Chef des WM-Organisationskomitees: "Da stellen sich 15 000 Menschen aus allen Bevölkerungsschichten vier bis fünf Wochen zur Verfügung, und das Einzige, was sie kriegen, sind Klamotten und Essen. Und viele nehmen dafür sogar ihren Jahresurlaub."

Zwanziger führte Bewerbungsgespräche mit Volunteers

Der Geschäftsführende Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Theo Zwanziger, der in der Bewerbungsphase selbst zahlreiche Gespräche mit Bewerbern geführt hatte, unterstrich die Wichtigkeit der Volunteers für eine freundliche Stimmung im Lande und damit das Gelingen der WM.

"Die Volunteers sollen die lachenden Gesicher der WM sein", sagte Zwanziger: "Sie prägen letztlich das Image der WM mehr, als wir das mit unseren 260 hauptamtlichen Kräften im OK könnten." Zudem richtete der DFB-Boss einen Appell an die freiwilligen Helfer: "Ich weiß, wie wichtig Beruf und Einkommen heutzutage sind. Aber es gibt mehr im Leben. Teil dieser WM zu sein, ist ein Erlebnis, an das man noch Jahre später schöne Erinnerungen haben kann."

© SID

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