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29.01.2010

13:46 Uhr

Fußball WM

Auch Pfister und Schäfer kontern Hoeneß

Nach Franz Beckenbauer sind auch Otto Pfister und Winfried Schäfer auf Konfrontationskurs mit Uli Hoeneß in der Sicherheitsfrage rund um die WM in Südafrika gegangen.

Winfried Schäfer (r. mit Hansi Flick) sieht kein Sicherheitsproblem bei der WM. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Winfried Schäfer (r. mit Hansi Flick) sieht kein Sicherheitsproblem bei der WM. Foto: Bongarts/Getty Images

Nach Franz Beckenbauer haben auch die beiden Afrika-Experten Otto Pfister und Winfried Schäfer mögliche Sicherheitsbedenken bei der Weltmeisterschaft in Südafrika zurückgewiesen. "In Südafrika gibt es kein Sicherheitsproblem und es ist dem Land gegenüber nicht fair, solche Behauptungen aufzustellen", konterte Schäfer die Kritik von Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß, der die Vergabe der WM in dieser Woche als "eine der größten Fehlentscheidungen" des Weltverbandes Fifa bezeichnet hatte.

"Es ist eine Aussage von Herrn Hoeneß, die einfach nicht zutrifft und über die ich mich geärgert habe", sagte Schäfer, ehemaliger Nationaltrainer von Kamerum, am Donnerstag bei einer Veranstaltung des Pay-TV-Senders Sky in München. Auch Pfister, Ex-Coach von Togo und Kamerum, meinte, "dass Südafrika die Sicherheitsproblematik gut im Griff hat".

"Angola und Südafrika haben nichts miteinander zu tun"

Ein Anschlag auf die Nationalmannschaft Togos beim Afrika-Cup in Angola hatte die Sicherheitsdebatte bei der WM neu entfacht. Pfister warnte aber vor einer Pauschalierung: "Angola und Südafrika haben nichts miteinander zu tun. Diese politischen Bewegungen wie in den ölreichen Ländern gibt es in Südafrika nicht."

Als "gefundenes Fressen für die Medien" bezeichnete der 72-Jährige die Diskussionen: "Ich war lange in Afrika und mir ist nie etwas passiert. Es muss keiner Angst haben."

Wie Beckenbauer sehen auch die beiden Afrika-Experten keine Probleme für eine Ausrichtung. "Natürlich musste die Fifa in den letzten Jahren helfen, die Infrastruktur zu verbessern, aber Südafrika ist jetzt bereit, und es wird eine gute WM werden", betonte Schäfer.

Am Donnerstag hatte sich schon der südafrikanische Botschafter in Berlin, Sonwabo Eddie Funde, gegen die negativen Aussagen von Hoeneß gewehrt. "Ich habe ihren Kommentar vernommen und bin richtig geschockt über ihre negative Haltung bezüglich der Gastgeberrolle Südafrikas bei der WM und des afrikanischen Kontinents im Ganzen", teilte Funde in einem Brief an Hoeneß mit.

© SID

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