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16.03.2006

16:47 Uhr

Fußball WM

Beckenbauer und Klinsmann reichen sich die Hand

Die Differenzen zwischen WM-Boss Franz Beckenbauer und Bundestrainer Jürgen Klinsmann sind nach einer Aussprache endgültig bereinigt: "Die dauerte zwei Minuten, dann war das Thema vom Tisch", sagte Klinsmann.

Bundestrainer Jürgen Klinsmann und WM-Organisationschef Franz Beckenbauer haben sich ausgesprochen und ihre Meinungsverschiedenheiten geklärt. Damit gehören die Differenzen endgültig der Vergangenheit an. "Wir hatten am Dienstag eine kleine Aussprache. Die dauerte zwei Minuten, dann war das Thema vom Tisch", sagte Klinsmann am Donnerstag am Rand eines Forums für Jugendfußball in St. Leon-Rot bei Heidelberg. Beckenbauer war zuletzt über Klinsmann verärgert, weil der seinen Lebensmittelpunkt nicht in Deutschland hatte.

Mit Blick auf das am Mittwoch anstehende Länderspiel der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Dortmund gegen die USA hat Klinsmann erneut eine Rückkehr des Dortmunder Profis Christian Wörns in sein Team ausgeschlossen. "Er kommt nicht mehr in Frage. Sein Teamkollege Sebastian Kehl ist dabei, weil er durch seine Leistungen zuletzt überzeugt hat, nicht weil er vor heimischem Publikum spielt", erklärte der Bundestrainer, der keine Angst vor negativen Reaktionen hat: "Es gibt kein besseres Publikum als in Dortmund."

"Wir ziehen unser Ding durch"

Trotz der jüngsten Kritik nach der 1:4-Pleite des deutschen Teams in Italien will sich Klinsmann nicht von seinem Weg abbringen lassen: "Wir lassen uns von den Diskussionen nicht beirren. Wir wissen, was die Mannschaft leisten kann und ziehen unser Ding durch. Wir fühlen, dass wir auf dem richtigen Weg sind."

Der Bundestrainer kann sich dabei offensichtlich auf die Unterstützung der DFB-Spitze verlassen. "Wir müssen Jürgen Klinsmann und seiner Truppe vertrauen. Das tun wir und dann wird das auch klappen. Wir werden eine konkurrenzfähige Mannschaft bei der WM haben", meinte der Geschäftsführende DFB-Präsident Theo Zwanziger.

Auch der designierte DFB-Sportdirektor Matthias Sammer steht hinter Klinsmann. "Ich bin der Meinung, dass die Mannschaft Dinge erfahren wird, die jetzt noch niemand für möglich hält. Spielerisch waren andere schon immer besser, sie konnten uns aber dennoch nicht schlagen", sagte Sammer. In Bezug zu seiner angeblich gestörten Beziehung zum Bundestrainer meinte der Europameister von 1996: "Wir haben ein ordentliches Verhältnis."

© SID

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