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09.03.2006

10:44 Uhr

Fußball WM

Bierhoff zeigt Verständnis für Kritik

Im Zusammenhang mit dem WM-Workshop in Düsseldorf hat Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff Verständnis für die an Jürgen Klinsmann geäußerte Kritik gezeigt: "Das war ein Fehler, dass müssen wir eingestehen."

Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff hat im Nachhinein Verständnis für die Kritik an der Abwesenheit von Bundestrainer Jürgen Klinsmann beim Workshop der 32 WM-Teilnehmer zu Wochenbeginn in Düsseldorf gezeigt. "Wir hatten das nicht so stark eingeschätzt, dass sein Fehlen so bedeutend bewertet werden würde. Das war mit Sicherheit ein Fehler, das müssen wir eingestehen", so Bierhoff am Rande des Champions-League-Spiels zwischen dem AC Mailand und Bayern München (4:1) im Fernsehsender Sat.1.

Bierhoff räumte außerdem ein, es sei "kein schöner Anblick", dass auf dem Abschlussfoto des Workshops kein deutscher Trainer zu sehen sei: "Normalerweise sollte das Joachim Löw sein, aber der hat in der Nacht eine Grippe bekommen. Insofern kam dort alles zusammen. " Grundsätzlich aber sei die Anwesenheit von Klinsmann in Düsseldorf nicht erforderlich gewesen, sagte Bierhoff. "Letztendlich spielt es für die Leistung der Mannschaft keine Rolle, ob Jürgen Klinsmann bei diesem Workshop war oder nicht. Wir müssen uns darauf konzentrieren, dass die sportlichen Fehler nicht gemacht werden."

Bierhoff nimmt Klinsmann in Schutz

Bierhoff nahm Klinsmann außerdem gegen Angriffe aus dem DFB-Präsidium in Schutz. So hatte Vizepräsident Hans-Georg Moldenhauer erklärt, eine Verlängerung des Vertrags mit Klinsmann über die WM hinaus wäre für ihn und andere beim DFB nur denkbar, wenn der Bundestrainer nach Deutschland ziehe. "Es gibt immer einige Präsidiumsmitglieder, die immer wieder die Chance nutzen, etwas dazu zu sagen. Letztendlich haben sie auch die Entscheidung Jürgen Klinsmann mitgetragen und abgeschlossen unter der Bedingung, dass er in Amerika lebt", sagte Bierhoff.

Die Zukunft von Klinsmann hänge ohnehin vom Abschneiden bei der WM ab, betonte der Nationalmannschafts-Manager. "Das Wichtigste ist jetzt, eine gute WM zu spielen." Wenn der Erfolg da sei, würden sich auch die Präsidiumsmitglieder keine Gedanken mehr über den Wohnsitz von Klinsmann machen. Und "bei Misserfolg", so Bierhoff, "ist es auch wurst, wo er wohnt, dann ist eh keine Zukunft gegeben."

© SID

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