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23.03.2006

10:57 Uhr

Fußball WM

Drei heiße Kandidaten für Englands Trainerbank

Ganz England beteiligt sich an der Suche nach einem neuen Nationaltrainer. Derzeit liegen augenscheinlich Ex-Nationalspieler Stuart Pearce und der Ire Martin O´Neil gut im Rennen. Auch Fabio Capello ist ein Thema.

Bei der Suche nach einem neuen Nationaltrainer werden im Fußball-Mutterland England immer neue Namen ins Gespräch gebracht. Nach Ansicht von Experten sollten Ex-Nationalspieler Stuart Pearce oder der Nordire Martin O´Neil erste Anwärter auf die Nachfolge des nach der WM-Endrunde in Deutschland (9. Juni bis 9. Juli) wegen der "Scheich-Affäre" vorzeitig scheidenden Sven-Göran Eriksson sein. Die Fürsprache eines Experten braucht Fabio Capello indes nicht. Der Italiener hat sich selbst beworben.

"In den nächsten drei Jahren will ich als Trainer auf der Klubebene aufhören und mir den Traum erfüllen, den ich schon immer in mir trage - England", erklärte der Coach des italienischen Rekordmeisters Juventus Turin. Capello hatte allerdings erst neulich erklärt, ein weiteres Jahr in Turin bleiben zu wollen. Ex-Nationaltrainer Sir Bobby Robson plädiert indes für O´Neil. "Ich bin nicht in der Findungskomission, aber Martin ist ein intelligenter Mann. Er hat in Schottland einen tollen Job gemacht", sagte Robson über den ehemaligen Trainer des schottischen Ex-Meisters Celtic Glasgow.

Pearce hat viele Fürsprecher

Der frühere englische Kapitän Terry Butcher möchte dagegen Pearce, derzeit Teammanager beim Premier-League-Klub Manchester City, in verantwortlicher Position sehen. "Er wäre der richtige Mann. Er genießt großen Respekt und bringt viel Leidenschaft mit. Mit einem erfahrenen Mann an seiner Seite wäre er die perfekte Lösung", meinte Butcher. O´Neil, Pearce und Capello sind allerdings bei weitem nicht die einzigen Anwärter auf den Job beim englischen Verband FA. Zuletzt wurden Portugals Trainer Luiz Felipe Scolari, Alan Curbishley (Charlton Athletic), Sam Allardyce (Bolton Wanderers), Australiens Coach Guus Hiddink und Gerard Houllier vom französischen Meister Olympique Lyon als Eriksson-Nachfolger gehandelt.

Nach der so genannten "Scheich-Affäre" haben sich die FA-Verantwortlichen mit dem derzeitigen Teammanager Eriksson auf eine vorzeitige Beendigung des Vertragsverhältnisses nach der WM geeinigt. Der Kontrakt des Schweden war ursprünglich bis 2008 datiert. Eriksson war einem als Scheich verkleideten Reporter der Zeitung News of the World aufgesessen und hatte unter anderem einige seiner Nationalspieler kritisiert.

© SID

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