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27.01.2006

16:20 Uhr

Fußball WM

Frankfurter Stadion nach neuer Studie ohne Mängel

Die Studie eines unabhängigen Ingenieur-Büros hat die Vorwürfe der Stiftung Warentest in Bezug auf die Sicherheit im Frankfurter WM-Stadion zurückgewiesen. Die Arena würde alle Kriterien in dieser Hinsicht erfüllen.

Als Reaktion auf die von der Stiftung Warentest erhobenen Vorwürfe in Bezug auf die Sicherheit in den WM-Stadien hat die Stadt Frankfurt eine eigene Studie in Auftrag gegeben. Nach Einschätzung eines unabhängigen Ingenieur-Büros sei die Frankfurter Arena demnach "nach menschlichem Ermessen" als sicher einzustufen. Die Gesamteinschätzung "deutliche Mängel" durch die Stiftung Warentest sei nicht gerechtfertigt und basiere auf "Unkenntnis."

"Die Stiftung Warentest muss ihr Urteil revidieren", hatte schon der 1. OK-Vizepräsident Horst R. Schmidt gefordert. Das OK fordert damit eine Rücknahme der Kritik an der Sicherheit der WM-Stadien. Die Stiftung Warentest hatte in ihrer Studie den vier WM-Stadien in Berlin, Leipzig, Gelsenkirchen und Kaiserslautern zum Teil erhebliche Mängel beim Staudruck in Paniksituationen, bei den Evakuierungsmöglichkeiten und beim Brandschutz attestiert.

Alle Sicherheitsvorschriften sollen eingehalten worden sein"

Während die Stiftung Warentest von den Ergebnissen nicht abweicht, weist die Stadt daraufhin, dass beim Stadion-Bau die Muster-Versammlungsstätten-Verordnung aus dem Jahr 2003 zu Grunde gelegt worden sei: "Das Regelwerk ist somit sehr jung. Darin sind Erfahrungen, die eine Fachkommission der Bauminister der Länder in vielen Stadien dieser Welt gesammelt hat, eingeflossen. Diese Sicherheitsvorschriften sind beim Bau der Arena voll eingehalten worden."

Zur von der Stiftung Warentest beanstandeten angeblich zu knappen Stufenbreite heißt es: "Hier behauptete die Stiftung Warentest genau 22 Zentimeter gemessen zu haben. Dies war aber bei Nachmessungen nicht nachvollziehbar. Die Stufenbreite entspricht mindestens den Vorgaben des Baurechtes und geht in vielen Fällen noch darüber hinaus."

Rettungskonzept wurde mit Branddirektion abgestimmt

Die von der Stiftung Warentest im Panikfall geforderte so genannte "Entfluchtung" in den Stadioninnenraum bezeichnete die Stadt als "anachronistisch". Das Rettungskonzept sei in Abstimmung mit dem Weltverband Fifa, dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) sowie der Frankfurter Branddirektion auf die Verordnung abgestimmt und realisiert worden.

Auch auf die Vorwürfe der Stiftung Warentest zu vermeidbaren Brandlasten im VIP-Bereich ging die Stadt ein. "Diesem muss deutlich widersprochen werden. Die Sitze im Business-Bereich wurden umfangreichen Tests ausgesetzt, zum Einsatz kamen nur schwer entflammbare Materialien.Hinzu kommt, dass dieser Bereich, ebenso wie das gesamte Stadion, gesprinklert ist. Was nach den zurzeit modernen Brandschutzstandards als hervorragend zu bezeichnen ist."

© SID

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