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28.01.2010

11:59 Uhr

Fußball WM

Löw benennt WM-Kader Anfang Mai

Das Geheimnis wird in der ersten Mai-Woche gelüftet. Dann gibt Bundestrainer Joachim Löw den erweiterten Kader des Nationalteams für die Weltmeisterschaft in Südafrika bekannt.

Joachim Löw macht es bis zum Mai spannend. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Joachim Löw macht es bis zum Mai spannend. Foto: Bongarts/Getty Images

Ein Kader, ein Team, ein Ziel: der vierte Stern auf dem Nationaltrikot. Auf der neuen Homepage der deutschen Nationalmannschaft (team.dfb.de), die 134 Tage vor dem WM-Start am Donnerstag in Stuttgart vorgestellt wurde, sind auf der Startseite die hohen Ansprüche der DFB-Auswahl für das Turnier in Südafrika klar formuliert.

"Nach 1954, 1974 und 1990 will unser Team wieder den WM-Pokal", steht dort in großen Lettern, und Teammanager Oliver Bierhoff ließ bei der Präsentation des neuen Internetportals keinen Zeifel daran, dass der Vize-Europameister beim ersten WM-Championat auf afrikanischem Boden bis ins Finale am 11. Juli im Soccer-City-Stadion von Johannesburg vordringen will. "Unseren Weg bis zum Finale prägen wir uns eifrig ein", sagte der ehemalige DFB-Kapitän voller Selbstbewusstsein.

So forsch war Bundestrainer Joachim Löw nicht. "Ich gehe, davon aus, dass wir bei dem Turnier eine gute Rolle spielen", sagte der 49-Jährige, bei dem die Vorfreude "schon sehr groß ist". Der Bundestrainer betonte aber auch: "Die WM in Südafrika ist nicht mit der WM 2006 in Deutschland zu vergleichen. Wir brauchen ein gewisses Maß an Geduld und Toleranz, wenn etwas mal nicht so klappt, wie wir uns das vorstellen."

"Das wird ein farbenfrohes Spektakel"

Löw beruhigte auch die deutschen Fans, die einen Besuch am Kap der Guten Hoffung planen, in Sachen Sicherheit. "Ich habe mich bei meinen zahlreichen Besuchen vor Ort nie unsicher gefühlt, man muss halt gewisse Spielregeln einhalten", sagte der Bundestrainer, der ein außergewöhnliches Event erwartet: "Es wird eine emotionale und stimmungsvolle WM, da die Südafrikaner mit einem ungeheuren Selbstbewusstsein und einer großen Freude die WM ausrichten. Das wird ein farbenfrohes Spektakel."

Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen in ihrem WM-Quartier Velmore Grande nahe der Hauptstadt Pretoria plant der DFB trotz der besonderen Problematik derzeit nicht. "Wir werden wie immer bei der Nationalmannschaft zwei, drei eigene Sicherheitskräfte dabei haben", sagte Bierhoff, die Planung sei aber noch nicht abgeschlossen. Zudem sei der DFB in ständigem Austausch mit der Fifa, dem Bundeskriminalamt und der deutschen Botschaft in Südafrika, um für alles gerüstet zu sein.

Weniger problematisch verlaufen die ersten beiden Phasen der Vorbereitung, die für das DFB-Team am 13. Mai mit dem Benefizspiel gegen Malta in Aachen beginnt. "Wir haben sowohl auf Sizilien als auch in Südtirol optimale Bedingungen", sagte Bierhoff über die beiden Trainingslager, an denen rund 27 Spieler teilnehmen werden, die Löw in der ersten Mai-Woche bekannt gibt. Spätestens am 1. Juni muss der Deutsche Fußball-Bund (DFB) beim Weltverband Fifa sein 23-köpfiges WM-Aufgebot für Südafrika melden.

Ungarn und Bosnien als letzte Tests

Auf Sizilien (14. bis 21. Mai) findet das Regenerations-Trainingslager statt, in Südtirol (21. Mai bis 2. Juni) will sich die DFB-Auswahl den Feinschliff holen. Bei den Länderspielen in Ungarn (29. Mai) und gegen Bosnien-Herzigowina (3. Juni) will Löw dann seine Startelf für das erste Turnierspiel gegen Australien am 13. Juni in Durban finden.

"Die beiden Trainingslager bieten uns attraktive Bedingungen, damit wir konzentriert und gezielt mit dem WM-Aufgebot arbeiten können", sagte Löw. Während des Regenerations-Trainingslagers, bei dem auch die Familien der Spieler dabei sein können, ist die Mannschaft im Rocco Forte Verdura-Hotel in Sciacca untergebracht.

Beim zweiten Trainingslager logiert der deutsche WM-Kader im Hotel Weinegg in Eppan. "Das soll ein gutes Omen sein, dass wir wieder in Südtirol sind, denn vor der WM 1990 haben wir in dieser schönen Gegend den Grundstein für unseren dritten WM-Titel geholt", sagte Bundestorwart-Trainer Andreas Köpke, der vor 20 Jahren als Spieler selbst dabei war.

© SID

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