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08.01.2010

12:12 Uhr

Fußball WM

Sean Dundee: Die WM "wird positiv verlaufen"

Kein Südafrikaner hat in der Bundesliga-Geschichte mehr Aufsehen erregt als Sean Dundee. Im SID-Interview blickt der 37-Jährige auf die WM in seinem Geburtsland voraus.

Sean Dundee im Dress des Karlsruher SC. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Sean Dundee im Dress des Karlsruher SC. Foto: Bongarts/Getty Images

Im Juni 2009 hängte Sean "Crocodile" Dundee, der in der Bundesliga für Karlsruhe und Stuttgart auflief, seine Fußballschuhe fast unbemerkt an den Nagel. Im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (SID) spricht Dundee über das Leben nach seiner aktiven Karriere und wagt einen Ausblick auf die WM in seinem Heimatland Südafrika.

SID: "Sie haben vor einem halben Jahr die Fußballstiefel an den Nagel gehängt. Was sind Ihre Pläne für die Zukunft?"

Sean Dundee: "Ich genieße die Zeit mit meiner Familie. Dazu ein bisschen Golf, und einmal im Monat fliege ich nach Johannesburg. Für einen Fernsehsender kommentiere ich als Experte die Spiele der englischen Premier League und des FA-Cups."

SID: "Weil sie von 1998 bis 1999 in England beim FC Liverpool gespielt haben..."

Dundee: "Genau. So ein Tag im Studio ist ganz schön anstrengend. Letzten Sonntag gab es drei Spiele hintereinander, von 14.00 bis 20.00 Uhr."

SID: "Was machen sie während der Weltmeisterschaft im Juni in ihrem Heimatland?"

Dundee: "Noch habe ich nichts Konkretes, aber natürlich werde ich vor Ort sein und mir einige Spiele ansehen."

SID: "Was erwarten sie von der ersten WM in Südafrika, in Afrika überhaupt?"

Dundee: "Sie wird positiv verlaufen, keine Frage. Probleme sehe ich nur in den kleineren Austragungsorten, da wird ein erhöhtes Polizeiaufgebot präsent sein müssen. In den Großstädten ist die Sicherheit ohnehin gewährleistet."

SID: "Wo könnte es sonst noch haken?"

Dundee: "Die Fans, die zur WM kommen, müssen wissen, dass der Straßenverkehr hier anders ist als in Europa. Wilder. Allein im Dezember sind auf Südafrikas Straßen mehr als 1 000 Menschen gestorben. Die Leute hier fahren über rote Ampeln, die Taxifahrer ignorieren alle Regeln. Meine Verlobte aus Deutschland weigert sich, bis in Durbans City zu fahren. Sie fährt mit dem Auto höchstens zum nächsten Shoppingcenter."

© SID

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