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15.11.2011

22:55 Uhr

Fussballfest zum Jubiläum

Überragende DFB-Elf erteilt „Elftal“ Lehrstunde

Joachim Löw hat zu seinem 75. Dienstjubiläum einen überragenden Auftritt seiner Mannschaft gesehen. Mit zum Teil begeisterndem Offensivdrang begeisterte die DFB-Elf gegen die Niederlande. Besonders ein Trio überragte.

HamburgDas EM-Jahr kann kommen: Mit einem zauberhaften Auftritt haben Deutschlands Spaßfußballer ihren Titelanspruch bei der Europameisterschaft untermauert und die Lust auf den Sommer 2012 verstärkt. Im 75. Länderspiel unter der Regie von Bundestrainer Joachim Löw dominierte die Nationalelf den EM-Mitfavoriten Niederlande beim 3:0 (2:0) am Dienstag in Hamburg in allen Belangen. Beim ersten Heimsieg gegen den Erzrivalen seit 25 Jahren schwangen sich vor 51.500 Zuschauern in der ausverkauften WM-Arena Mesut Özil, Thomas Müller und Miroslav Klose zum „magischen Dreieck“ auf. WM-Torschützenkönig Müller (15.), der kaum zu bremsende Klose (26.) und Regisseur Özil (66.) krönten die deutschen Traumkombinationen mit drei Treffern.

Vier Tage nach den beinahe fehlgeschlagenen Experimenten in Kiew bot die fast wieder in Bestbesetzung spielende DFB-Elf das versprochene Offensivspektakel - und setzte mit dem höchsten Sieg gegen Holland seit 1959 zugleich das erhoffte Zeichen in Richtung EURO. Die phasenweise exzellent aufspielende deutsche Mannschaft wies eindrucksvoll nach, dass sie im kommenden Jahr in Polen und der Ukraine ein heißer Anwärter auf den EM-Titel ist.

Mit Özil, Müller und Klose aus herausragenden Akteuren wurden die Niederländer phasenweise regelrecht vorgeführt. Das hatte seine Ursache auch darin, dass es den Deutschen gelang, die Ausfälle der zentralen Figuren Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger zu kompensieren, während im Oranje-Team ein Rafael van der Vaart und Arjen Robben schmerzlich vermisst wurden.

Klose, der die Mannschaft in seinem 113. Länderspiel zum sechsten Mal als Kapitän anführte, lieferte nach kaum auskurierter Sehnenentzündung ein spektakuläres Comeback und unterstrich, dass er in dieser Form die Nummer eins im deutschen Sturm ist. Nach seinem 63. Tor für Deutschland liegt er in der Statistik nur noch fünf Treffer hinter dem „Bomber der Nation“ Gerd Müller zurück.

Aber auch das Zusammenspiel zwischen Müller und Özil ließ die Zuschauer mit der Zunge schnalzen. Der Münchner, der als einziger DFB-Akteur in allen 13 Länderspielen des Jahres mitgewirkt hatte, vereinte einmal mehr Torgefährlichkeit und Übersicht. Etwas im Schatten der starken rechten Seite stand Lukas Podolski, obwohl der Kölner viel mit nach hinten arbeitete.

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