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26.07.2014

12:23 Uhr

Fußballsaison geht los

„Wer Dritter ist, will Erster werden“

Es geht wieder los: Mit dem Start der 3. Liga beginnt die Fußballsaison. Dabei steht vor allem Arminia Bielefeld im Fokus. Im Gegensatz zu den Zweitliga-Absteigern Cottbus und Dresden verfolgen sie ihren eigenen Kurs.

Relegation Rückspiel, am 19. Mai 2014: Arminia Bielefeld - SV Darmstadt 98. Bielefelds Spieler liegen bei Spielschluss enttäuscht auf dem Rasen. Bielefeld ist in Liga 3 abgestiegen. dpa

Relegation Rückspiel, am 19. Mai 2014: Arminia Bielefeld - SV Darmstadt 98. Bielefelds Spieler liegen bei Spielschluss enttäuscht auf dem Rasen. Bielefeld ist in Liga 3 abgestiegen.

FrankfurtMit dem Leitspruch „Zeigt's uns“ und einem neuen Logo startet die 3. Fußball-Liga am Wochenende in ihre siebte Saison. Sportlich hat sich die Liga beachtlich entwickelt. Sie wartete in der vergangenen Saison mit mehreren Bestmarken auf. Auch ihre finanziellen Probleme haben viele Vereine besser im Griff. Allerdings ist der wirtschaftliche Abstand zu den Bundesligen immer noch groß.

„Die 3. Liga hat sich unter dem Dach des DFB als dritte Profispielklasse im Sinne einer eigenständigen Marke positioniert“, betont “, sagt Peter Frymuth, zuständiger DFB-Vizepräsident für Spielbetrieb und Fußball-Entwicklung. „Das gemeinsam mit den Vereinen entwickelte neue Erscheinungsbild mit dem Untertitel 'Wer Dritter ist, will Erster werden' passt deswegen perfekt.“

Das neue Logo zeigt einen Spieler beim Seitfallzieher unter dem Schriftzug „3. Liga“. „Dieser offensive und unverwechselbare Auftritt ist das Ergebnis eines perfekten Zusammenspiels zwischen Clubs und Verband“, hebt DFB-Marketingdirektor Denni Strich die hohe Emotionalität dieses neuen Auftritts hervor.

Fakten zu RB Leipzig

Gründung

Der Verein wurde am 19. Mai 2009 als RasenBallsport Leipzig e.V. gegründet. Er übernahm damit das Startrecht von drei Männermannschaften des SSV Markranstädt.

Umsatz

Die Region hofft auf den großen wirtschaftlichen Schwung durch einen sächsischen Fußballverein in der Bundesliga. Für die Region Leipzig könnten durch den Aufstieg von RB in die erste Liga rund 200 Millionen Euro im Jahr in die Kassen gespült werden, schätzen Experten.

Kaderwert

Der Kader ist rasant im Wert gestiegen. Zu Zweitligazeiten betrug der Marktwert rund 30 Millionen Euro, im November 2016 sind es mehr als 80 Millionen Euro.

Quelle: transfermarkt.de

Sponsoren

Hauptsponsor ist die Getränkefirma Red Bull aus Österreich. Experten schätzen, dass der Konzern rund 100 Millionen Euro in den Verein gepumpt hat. Da die Satzung des Deutschen Fußball-Bundes eine Namensgebung zu Werbezwecken verbietet, ist der Hauptsponsorenname als Namensbestandteil unzulässig. Auch über das Logo herrschte lange Zeit Unklarheit, jedoch wurde es nachträglich vom SFV nach minimalsten Änderungen doch zugelassen.

Stadion

Seine Heimspiele trägt RasenBallsport Leipzig in der 44.345 Zuschauer fassenden "Red Bull Arena" aus. Es war als Zentralstadion auch Austragungsort der WM 2006 und ist 2003 für 90 Millionen Euro gebaut worden. Der Vertrag über die Namensreche läuft bis 2040. Nachgedacht wird über ein größeres Stadion.

Essen und Trinken

Ein Wasser (0,5 l) kostet: 2,50 Euro
Ein Bier der Marke Ur-Krostitzer (0,5 l) kostet: 2,50 Euro
Eine Bratwurst kostet: 2,50 Euro

Vereinsführung

Das Management wird gebildet vom Sportdirektor Ralf Rangnick, dem Geschäftsführer Ulrich Wolter sowie dem Mäzen Dietrich Mateschitz.

Trainer

Ralph Hasenhüttl hat die Mannschaft zu Beginn der Saison 2016/17 übernommen. Der Österreicher war zuvor mit dem FC Ingolstadt in die Bundesliga aufgestiegen und hatte die Klasse überraschend gehalten.

Wertvollste Spieler (November 2016)

Naby Keita (11 Millionen Euro), Oliver Burke (10 Millionen Euro), Timo Werner (8 Millionen Euro).

Personalaufwand

Der Etat der Profi-Mannschaft liegt in der Saison 2016/17 bei 35 Millionen Euro. Das ist wenig im Vergleich zu Spitzenteams, die dafür 100 Millionen Euro ausgeben. Beim FC Bayern sind es sogar rund 200 Millionen Euro.

Es sei Markenbild entwickelt worden, bei dem Marktforschung und Analysen geholfen hätten, erklärte DFB-Spezialist Strich. Das neue Image soll Authentizität und Lebendigkeit widerspiegeln. Das wiederum könnte sich auch positiv auf die finanzielle Situation der Liga und ihrer Klubs auswirken. Denn ein besseres Bild lockt womöglich neue Partner an.

Die vergangene Saison liefert in der Hinsicht eine hervorragende Basis. Die Zuschauerzahlen sind mit einem Schnitt von 6000 Besuchern pro Spiel auf einem guten Niveau. Zudem ist die Präsenz auf den dritten Kanälen der ARD gestiegen genauso wie die Anzahl von Online-Streams. „Die Akzeptanz wird größer, man muss stolz sein, zu den besten 50 Clubs in Deutschland zu gehören“, sagt Ulf Schott, im zweiten Jahr zuständiger DFB-Direktor für die dritte Liga.

In einer Umfrage von dfb.de unter den Geschäftsführern und Managern der Drittligisten war die deutliche Mehrzahl zudem der Meinung, dass das sportliche Niveau der Liga zugenommen und der Abstand zur 2. Bundesliga abgenommen hat. Dafür war in der vergangenen Saison vor allem das Toptrio verantwortlich.

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