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29.05.2012

17:31 Uhr

Gerichtsentscheidung

Vereine können Fans für Strafgelder belangen

Fußballfans können von Vereinen belangt werden, wenn durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern Strafzahlungen fällig werden. Die Clubs müssen die Täterschaft allerdings klar nachweisen.

Immer wieder schmuggeln Fußballfans bengalische Feuer mit ins Stadion - wie hier beim Relegationsspiel von Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC. dpa

Immer wieder schmuggeln Fußballfans bengalische Feuer mit ins Stadion - wie hier beim Relegationsspiel von Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC.

KarlsruheFußball-Vereine können ihre Fans grundsätzlich dafür haftbar machen, wenn durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern im Stadion Strafzahlungen fällig werden. Dazu müssen die Clubs die Täterschaft allerdings klar nachweisen, entschied das Karlsruher Landgericht (Az. 8 O 78/12) am Dienstag.

In dem Verfahren wollte der FC Bayern München von einem Fan aus der Region Karlsruhe eine Entschädigung von 15.000 Euro eintreiben. Das entspricht jener Summe, die der Verein nach dem Champions-League- Qualifikationsspiel gegen den FC Zürich im August des vergangenen Jahres an die Europäische Fußball-Union UEFA zahlen musste, weil seine Anhänger im Stadion bengalische Feuer entzündet hatten.

Die Richter gaben dem Verein in seinem Anliegen grundsätzlich Recht. Sie sprachen den badischen Fan dennoch frei, weil der FC Bayern dessen Schuld nicht eindeutig nachweisen konnte. So hatten zwei von drei Belastungszeugen einen völlig unbeteiligten Anwalt, der im Zuschauerraum saß, als Täter identifiziert.

Von

dpa

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