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01.06.2017

10:40 Uhr

Gewaltausbrüche im Fußball

Abschaffung der Relegation für de Maizière kein Thema

Immer wieder kommt es beim Fußball zu Gewaltausbrüchen auf den Zuschauerrängen - zuletzt beim Relegationsspiel zwischen 1860 München und Regensburg. Der Innenminister stellt sich nun gegen die Abschaffung der Relegation.

Der Bundesinnenminister spricht sich gegen die Abschaffung der Relegation aus. Vielmehr sieht er einen gesellschaftlichen Werteverfall und fordert eine entsprechende Diskussion. dpa

Thomas de Maizière

Der Bundesinnenminister spricht sich gegen die Abschaffung der Relegation aus. Vielmehr sieht er einen gesellschaftlichen Werteverfall und fordert eine entsprechende Diskussion.

BerlinEine Abschaffung der Relegation ist für Innenminister Thomas de Maizière trotz der jüngsten Gewaltausbrüche im Fußball keine Option. „Gewalt durch angebliche Fußballfans ist in jeder Hinsicht inakzeptabel. Ich habe Zweifel, dass eine Änderung der sportlichen Abläufe und Regeln eine Lösung ist“, sagte der CDU-Politiker in einem „Kicker“-Interview (Donnerstag).

Gewalt müsse die Justiz konsequent und kompromisslos entgegentreten, forderte der Minister. „Wer Ordner und Polizisten attackiert, ist in Wahrheit kein Fußballfan und gehört nicht ins Stadion, sondern hinter Schloss und Riegel“, betonte de Maizière. „Ich hoffe in allen diesen Fällen auf eine schnelle und harte Reaktion der Justiz, damit alle wissen, was ihnen droht, wenn man sich so verhält.“

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Nach Meinung von Jupp Heynckes ist Gewalt ein gesellschaftliches Problem und nur im Konsens zu lösen. „Um diese Eskalation zu stoppen, muss ein runder Tisch geschaffen werden“, sagte der frühere Profi und Trainer dem „Kicker“. Heynckes warnte: „Der Fußball gerät aus den Fugen, der Fußball muss aufpassen.“

„Unsere Gesellschaft erlebt einen totalen Werteverfall, die Grenzen werden permanent überschritten, es gibt keinen natürlichen Schutzschild mehr“, sagte der ehemalige Bayern-Sportdirektor Matthias Sammer angesichts der jüngsten Fanrandale in den Stadien. Reden sei zwar wichtig, aber man müsse sich mit den fundamentalen Ursachen beschäftigen. „Da braucht unser Land eine Wertediskussion.“

Von

dpa

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