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13.05.2015

06:27 Uhr

Gewonnen und ausgeschieden

Neymar zerstört Bayerns Acht-Minuten-Hoffnung

Bayern gelingt im Halbfinal-Rückspiel ein Traumstart. Die Hoffnung auf ein Wunder währt aber nur kurz. Dann legt Barças Wundertrio erneut los. Der Rekordmeister trauert und hebt den starken Gegner schon aufs Podest.

Fan-Reaktionen nach Bayern-Aus

„Wir haben ja schon auf das Wunder gehofft“

Fan-Reaktionen nach Bayern-Aus: „Wir haben ja schon auf das Wunder gehofft“

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MünchenAdiós Finale, aber raus mit Applaus: Minutenlang feierten die Fans ihren FC Bayern. Den tapfer kämpfenden Münchenern hat nach dem heftigen 0:3 im Hinspiel auch ein 3:2 (1:2)-Heimsieg am Dienstagabend gegen den FC Barcelona nicht gereicht. Der deutsche Fußballmeister verpasste den Einzug in das Champions-League-Endspiel in Berlin am 6. Juni.

Pep Guardiola schwärmte - und das nach einem K.o. „Eine große Mannschaft muss so fallen wie heute“, sagte der „stolze“ Trainer des FC Bayern. Guardiola rühmte seine Akteure nach dem 3:2 (1:2)-Sieg gegen den FC Barcelona, der nicht fürs Endspiel-Ticket nach Berlin reichte, als große Champions-League-Kämpfer.

„Ein überragendes Kompliment an diese Spieler“, sagte Guardiola. Und der Katalane versprach noch am Dienstagabend nach dem erneuten Halbfinal-Aus: „Wir werden es wieder versuchen in der Zukunft.“ Weltmeister Thomas Müller sagte: „Wir haben eine super Reaktion gezeigt“, aber der Applaus der Fans konnte die Enttäuschung nicht verdrängen: „Ich verliere nicht gerne, auch wenn wir offiziell 3:2 gewonnen haben.“

So reich ist der FC Barcelona

Bilanz

Der Fußballklub hat für das Geschäftsjahr 2013/2014 seine Zahlen vorgelegt. Tenor: „Wir sind viel starker, und wir fühlen, dass wir eine größere Präsenz haben in der Welt als vor vier Jahren.“

Umsatz

Der Umsatz des Klubs ist erstmals über die Marke von 500 Millionen gestiegen: 530 Millionen Euro waren es – nach 490 Millionen Euro im Vorjahr

Umsatzentwicklung

Seit dem Geschäftsjahr 2003/4 hat sich der Umsatz verdreifacht: von 174 Millionen auf 530 Millionen Euro.

Reingewinn

Im Geschäftsjahr 2013/14 blieb nach Steuern ein Gewinn von 41 Millionen Euro. Das sind neun Millionen Euro mehr als im Vorjahr.

Gewinnentwicklung

Seit dem Geschäftsjahr 2003/4 hat sich der Gewinn nach Steuern vervielfacht: von 1,5 Millionen auf 41 Millionen Euro. Allerdings war darunter auch ein Jahr mit einem gewaltigen Verlust von 80 Millionen Euro (2009/10).

Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda)

2013/14 blieben vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen 134 Millionen Euro übrig. Im Vorjahr waren es 118 Millionen Euro.

Entwicklung des Ebitda

Die Ergebnisziffer Ebitda, die die Gewinnstärke belegt, hat sich seit 2007/2008 nahezu verdoppelt: von 69 Millionen auf 134 Millionen Euro.

Wert des Vereins

Was ein Fußballverein wirklich wert sein könnte, schätzen regelmäßig die Experten des US-Magazins „Forbes“ auf nun 3,2 Milliarden Dollar. Bayern liegt in dem Vergleich auf Platz 7 mit geschätzten 1,85 Milliarden Dollar.

Wertentwicklung

Der Marken- und Werbewert von Barcelona ist von den Forbes-Experten in den vergangenen Jahren regelmäßig hochgestuft worden: von Platz 24 auf Platz 2.

Fazit

Der Klub folgert: Barcelona sei stärker gewachsen als jeder andere Topklub in der Welt. Und die Katalanen seien der einzige Fußballverein mit so viel Potenzial, um die Verträge zu verbessern. Das werde helfen, die globale Präsenz zu verstärken.

Alle waren sich einig: Das Endspiel war schon in Barcelona verpasst worden. „Wir haben es gegen die wahrscheinlich beste Mannschaft der Welt nicht geschafft“, bemerkte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge. Auf jeden Fall ist Barça das Team mit dem besten Sturm. Nach dem verheißungsvollen Start mit Bayerns Führungstor durch Medhi Benatia (7. Minute) schlug Barcelona durch Neymar (15./29.) gleich zweimal zurück.

Beide Male waren die Offensivkollegen Lionel Messi und Luis Suárez an den Treffern beteiligt. Beide Male verteidigten die Bayern zu offen, zu riskant. „Wir waren zweimal in Unterzahl, da haben sie leichtes Spiel“, kritisierte Nationaltorhüter Manuel Neuer.

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Acht Minuten hatte die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola an einem Fußball-Wunder geschnuppert - dann zeigte der Traumsturm des FC Barcelona den Münchenern kurz die Grenzen auf und machte die „Mission Finale“ endgültig unmöglich.

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