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20.01.2010

14:51 Uhr

Haiti-Engagement

Für Magath ist es "eine Selbstverständlichkeit, zu helfen"

Schalke-Trainer Felix Magath hat es als "Selbstverständlichkeit" bezeichnet, sich an der Spendenaktion für die Überlebenden der Erdbeben-Katastrophe auf Haiti zu beteiligen.

Der Trainer und Manager von Schalke 04, Felix Magath. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Der Trainer und Manager von Schalke 04, Felix Magath. Foto: Bongarts/Getty Images

Der deutsche Profifußball zeigt großes Mitgefühl für die Opfer des verheerenden Erdbebens auf Haiti. Nach der deutschen Nationalmannschaft, Rekordmeister Bayern München und Meister VfL Wolfsburg beteiligen sich auch Borussia Mönchengladbach und Schalke 04 an der groß angelegten Spendenaktion zugunsten der Überlebenden.

"Wir wollen zeigen, dass wir bei ihnen sind"

"Schreckliche Unglücke wie dieses Erdbeben geraten nach einer Weile oft in Vergessenheit. Trotz der Spenden fühlen sich die Opfer dann allein gelassen. Wir wollen zeigen, dass wir bei ihnen sind und sehen, wo man eventuell noch helfen kann", sagte Schalkes Trainer Felix Magath, der am Dienstagabend an der ZDF-Sondersendung "Wir wollen helfen - Ein Herz für Haiti" teilnahm.

Über seine wohltätige Stiftung "Schalke hilft!" hat der FC Schalke 04 100 000 Euro für die Erdbebenopfer in Haiti gespendet. Außerdem wird sich die Mannschaft der Königsblauen nach dem Ende der laufenden Saison vor Ort ein Bild über die Lage auf der teils zerstörten Karibikinsel machen und ein Freundschaftsspiel gegen die Nationalmannschaft Haitis austragen.

Magaht spricht von "Selbstverständlichkeit"

Der 56-Jährige Magath hat ohnehin eine besondere Beziehung zur Unglücksregion, da er seinen Vater jedes Jahr auf der Nachbarinsel Puerto Rico besucht. "Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit, mich gemeinsam mit dem Verein und "Schalke hilft!" nachhaltig einzubringen", sagte Magath.

Ligakonkurrent Borussia Mönchengladbach kündigte unterdessen an, dass der gesamte Erlös aller vom 19. Januar an verkauften Eintrittskarten für das nächste Bundesliga-Heimspiel gegen Werder Bremen gespendet werden. Bislang sind für die Partie im 54 057 Zuschauer fassenden Stadion rund 44 000 Tickets verkauft. "Unser Ziel ist es, das Stadion für das Spiel auszuverkaufen, also noch 10 000 Karten an den Mann zu bringen das würde einen Spendenbetrag von etwa 200 000 Euro bedeuten", sagte Gladbachs Präsident Rolf Königs.

Die deutsche Nationalmannschaft spendet unterdessen 150 000 Euro für die Opfer der Erdbeben-Katastrophe. "Wer dieses grenzenlose Elend in Haiti in Fernsehberichten verfolgt oder in Zeitungsartikeln die Hintergründe über die trostlose Situation im Land liest, der kann nicht tatenlos zuschauen", sagte Kapitän Michael Ballack: "Deshalb hat sich die deutsche Nationalmannschaft sehr schnell entschlossen, sich im Kampf gegen die Folgen des Erdbebens zu engagieren und den unverschuldet in Not geratenen Opfern zu helfen."

Benefizspiel zwischen Bayern und Wolfsburg

Zudem hatte Nationalstürmer Miroslav Klose mitgeteilt, dass sein Klub Bayern München ein Benefizspiel gegen den VfL Wolfsburg absolvieren wird. Das Spiel zwischen dem aktuellen Meister und dem Rekordchampion zugunsten der notleidenden Kinder soll innerhalb der nächsten sechs Monate in Wolfsburg stattfinden.

"Wir alle wollen helfen. Daher werden wir unsere Mannschaft kostenfrei zur Verfügung stellen. Wir hoffen, mit den Erlösen aus diesem Spiel möglichst vielen Kindern und Menschen in Haiti helfen zu können", sagte Münchens Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge. Die Hauptsponsoren der beiden Vereine, Volkswagen und Audi, garantierten eine Spendensumme von einer Million Euro.

© SID

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