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23.09.2013

16:28 Uhr

Hamburger SV

Bert van Marwijk im Anflug

Kein Matthäus, kein Christian Gross – und kein Andreas Möller: Ex-Bondscoach Bert van Marwijk wird wohl neuer Trainer des HSV. Der Liga-Dino steht nicht nur im Pokal unter Zugzwang. Und es könnte die Revolution folgen.

Bert van Marwijk: Kriegt der Niederländer den HSV in den Griff? Reuters

Bert van Marwijk: Kriegt der Niederländer den HSV in den Griff?

Ganz Hamburg wartet auf Bert van Marwijk - das Pokalspiel des HSV gegen Zweitliga-Spitzenreiter Greuther Fürth am Dienstag (20.30 Uhr) ist zur Nebensache geworden. Der 61 Jahre alte Fußball-Trainer stand unmittelbar vor der Vertragsunterschrift bei dem strauchelnden Bundesligisten, auch wenn er Welt- und Europameister Andreas Möller als Berater nicht mitbringen darf. Der Niederländer kommt dem Vernehmen nach nur mit einem neuen Co-Trainer in den Volkspark. Mit einer Beratertätigkeit von Möller war die Führung des HSV nicht einverstanden.

„Ich gehe davon aus, dass der Aufsichtsrat eine Beschlussvorlage kriegen wird. Wir müssen ja den finanziellen Rahmen abnicken, nicht die sportliche Entscheidung“, sagte der HSV-Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Ertel im NDR „Sportclub“. Die Sitzung des Aufsichtsrates war für Montagabend geplant, erwartet wurden Diskussionen über das Gehalt von etwa 1,4 Millionen Euro für van Marwijk, der dann frühestens am Dienstag einen Zweijahresvertrag plus Option für eine weitere Saison unterzeichnen könnte. Damit würde er 200.000 Euro mehr verdienen als Fink.

Dass Sportdirektor Oliver Kreuzer bei seiner Reise am Sonntag nach Zürich mit Christian Gross als weiterem Kandidaten verhandelt habe, entpuppte sich als Ente. Er löste einfach seine Wohnung in Karlsruhe auf und fuhr mit dem Umzugswagen nach Hamburg zurück.

Für Frank Rost ist ein neuer Trainer „nicht viel mehr als ein Pflaster auf die Wunde“, schrieb der ehemalige Torwart in einer Kolumne für die „Bild“-Zeitung. Es müssten neue Strukturen her und vor allem die hohen Ansprüche beim HSV gesenkt werden.

Und daran wird wohl spätestens im Januar 2014 gearbeitet. Nun hat sich auch der ehemalige Präsident Wolfgang Klein der Ausgliederungs-Initiative „HSVPlus“ angeschlossen. Wie die Bewegung um den Ex-Aufsichtsratsvorsitzenden Ernst-Otto Rieckhoff am Montag bekanntgab, ist Klein nach den Europapokalsiegern Holger Hieronymus, Thomas von Heesen und Ditmar Jakobs der nächste prominente Unterstützer. „Ohne Wenn und Aber - HSVPlus kommt zwar spät, aber hoffentlich nicht zu spät“, sagte der Jurist. Kernelemente der Initiative, über die auf der Mitgliedervollversammlung Anfang kommenden Jahres abgestimmt werden soll, sind die Ausgliederung der Profifußballabteilung sowie die Verkleinerung des Aufsichtsrats.

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