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13.02.2014

20:33 Uhr

Hamburger Trainer-Chaos

Magath sagt dem HSV ab

Der Top-Trainerkandidat beim HSV ist aus dem Rennen: Magath sagte ab. Van Marwijk sitzt am Samstag im Kellerduell gegen Braunschweig weiterhin auf der Bank. Jetzt wird Slomka als Alternative gehandelt.

Magath und der HSV-Aufsichtsrat sollen sich über einen Vertrag nicht einig geworden sein, heißt es. dpa

Magath und der HSV-Aufsichtsrat sollen sich über einen Vertrag nicht einig geworden sein, heißt es.

HamburgNicht mal Felix Magath will den Hamburger SV trainieren. Der ehemalige Meistercoach von Bayern München und dem VfL Wolfsburg hat dem krisengeschüttelten Fußball-Bundesligisten am Donnerstag abgesagt. „Leider beharren im HSV zu viele der alten Kräfte auf ihren Positionen, sind an einem ehrlichen Neuanfang nicht interessiert. Teile des Aufsichtsrates, der Vorstand sowie die Initiatoren der Gruppe HSV Plus haben sich gegen mich gestellt“, teilte der Ex-Profi des HSV auf seiner Facebook-Seite mit. „Wie soll man mit solchen Voraussetzungen einen Verein erfolgreich durch den Abstiegskampf führen?“

Der 60-jährige Franke zeigte sich genervt von den Grabenkämpfen beim dienstältesten Bundesligisten. „Einigkeit im Verein hat aber oberste Priorität, ohne sie kann nichts gelingen. Diese notwendige Einigkeit herzustellen scheint bei diesen unüberschaubaren Gruppen und Einzelinteressen kaum machbar“, klagte er. Aufsichtsratschef Jens Meier hielt sich mit Vorwürfen zurück. „Der Aufsichtsrat hat in angenehmer Atmosphäre geführte Sondierungsgespräche mit Felix Magath über eine mögliche Zusammenarbeit heute in beidseitigem Einvernehmen beendet. Jetzt geht es nur darum, die schwierige sportliche Situation in den Griff zu bekommen“, sagte Meier.

Magath war am Abend dennoch in die Hansestadt gereist. Es ging ihm aber nicht um Fußball. Bei einer Podiumsdiskussion zum Thema „Schach macht schlau“ referierte er über die Vorzüge des Denksports.

Jetzt werden andere prominente Namen beim HSV gehandelt. Mirko Slomka und Thomas Schaaf seien erste Wahl, berichtete die Online-Redaktion des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages shz.de. Doch zumindest in den nächsten zwei Tagen bleibt alles beim Alten. Im Kellerduell bei Eintracht Braunschweig am Samstag (15.30 Uhr) sitzt Bert van Marwijk auf der Bank. „Wir stehen zu unserem Wort. Herr van Marwijk wird die Mannschaft in Braunschweig betreuen“, hatte Vorstandschef Carl Jarchow schon vor der Absage Magaths bekannt. Ähnliche Worte hatte am Vorabend Sportchef Oliver Kreuzer gewählt. „Wir bereiten uns auf Samstag vor. Was da noch so läuft - keine Ahnung“, sagte der frühere Bayern-Profi.

Für Trainer van Marwijk ist es die letzte Chance, seinen Job zu retten. „Das ist das wichtigste Spiel des Jahres“, betonte der Niederländer. Der 61-Jährige bekam Unterstützung von einem Landsmann. „Ich habe Mitgefühl für den Trainer“, sagte Bayern-Prof Arjen Robben, der unter der Ägide von Bondscoach van Marwijk 2010 Vizeweltmeister geworden war. „Es liegt nicht am Trainer. Ich hoffe das Beste für den HSV. Die sind richtig tief drin.“ Bayern-Coach Pep Guardiola stärkte van Marwijk ebenfalls den Rücken: „Mein Kollege ist ein Gentleman.“

Kommentare (2)

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MarkyMurks

14.02.2014, 09:54 Uhr

Bin stinksauer, dass der HSV das mit Magath verbockt hat und scheine nicht der einzige mit der Raute im Herzen zu sein, dem es so geht! Bin vorhin erst auf eine Abstimmung gestoßen, an der man erkennen kann, dass die Mehrheit für eine Neuanfang mit Felix Magath war/ist. Siehe hier: http://bit.ly/magath-nicht-HSV-trainer

Account gelöscht!

14.02.2014, 11:58 Uhr

Selbst wenn der HSV absteigt werden weder der Vorstand noch der Aufsichtsrat und schon gar nicht Herr Kühne einsehen, dass sie diejenigen sind, die es verbockt haben.
Neben diesen Gestalten will auch der Sportdirektor das Sagen behalten - auch wenn, so wie es aussieht, keine dieser Gestalten Ahnung von Fußball (im Sinne von "wie kreiere ich eine Mannschaft") hat.
Schade drum. Und selbst uns Uwe ist nur noch Rufer in der Wüste.

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